Kommentar Besser auf die Kinder hören

Warum die Aktion der Idefixe richtig und wichtig ist

Von Benjamin Engel

Manch Erwachsener mag das Engagement der Idefixe Icking für mehr Klimagerechtigkeit abtun. Sind doch bloß Kinder! Bäume zu pflanzen, wie das die Initiative Plant for the Planet verfolgt, zu der die Idefixe gehören, wird das Klima sowieso nicht retten. Als einzelner kann man sowieso nichts tun. Zu Lebzeiten wird sich die Klimaerwärmung schon nicht so schlimm auswirken. So zu denken ist einfach und kurzsichtig dazu, auch wenn die Auswirkungen des Klimawandels in der Isartalgemeinde Icking bis dato nicht groß zu spüren sind. Der Meeresspiegel wird hier eben nicht steigen, ganze Inseln und Küstengebiete werden anderswo überflutet. Auch Hurrikans, Tornados oder mögliche Dürrekatastrophen wirken von der reichen Kommune in Oberbayern aus gesehen fast irreal.

Umso mehr ist zu loben, dass die Idefixe sich für ihre Zukunft engagieren. Sie werden es sein, die mit den Auswirkungen der Klimaerwärmung leben werden müssen. Davon, dass es so kommt und die Temperaturen steigen werden, ist wohl auch der Großteil der internationalen Staatengemeinschaft überzeugt. Sonst würde derzeit nicht die bereits 20. Weltklimakonferenz tagen. Trotz allen Redens sind die Ergebnisse allerdings mager geblieben, weswegen die Idefixe zu Recht endlich konsequentes Handeln einfordern.

Ihr Engagement sollte den Erwachsenen beim eigenen Konsum zu denken geben. Denn nachhaltige, regionale und saisonale Produkte kaufen, das wollen immer mehr Menschen. Gleichzeitig wird die Menschheit mit stetig ausgefeilteren elektronischen Produkten überschwemmt, die Energie verbrauchen. Die Autos werden größer und höher, was nun wirklich kein Symbol für Nachhaltigkeit ist. Braucht es wirklich schon wieder einen neuen Ski, ein neues Smartphone, Parfum oder Kleidungsstück? Jeder sollte sich gerade vor Weihnachten fragen, ob ein bisschen weniger nicht auch mehr sein kann.