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Das Wetter:Zeitraffer

Im Wechsel der Jahreszeiten

Da soll noch jemand sagen, dass in der Zeit zwischen den Jahren der Stillstand regiert. Zumindest geht es jetzt im Berufsverkehr auf den Straßen schneller voran. Ein Parkplatz ist wesentlich leichter zu finden. Diese neu gewonnene Beschleunigung scheint sich direkt auf das Wetter übertragen zu haben. Wie im Zeitraffer lassen sich im Augenblick fast alle Jahreszeiten erleben.

Noch an den Weihnachtsfeiertagen erinnerte fast nichts an den gerade angebrochenen Winter. Es war fast so wie immer in den vergangenen Jahren: Mehr Ostern und Frühlingsgefühle denn Kälte von Väterchen Frost. Milde Luft ließ das Thermometer auf bis zu zehn Grad Celsius ansteigen. Das verführte eher zum Sonnenbad an einem geschützten Platz. Zum Schneemannbauen gab es kaum das kleinste Schneerestchen. Wieder war es nichts weißen Weihnachten.

Spätestens am Donnerstagmorgen sah dann alles wie verwandelt aus. Den ganzen Tag fielen die weißen Flocken dicht vom Himmel, legten sich wie ein weiches Polster auf Häuserdächer, Bäume und Straßen. Und ob jemand den Winter nun mag oder nicht, hatte das frische, noch strahlend saubere Weiß doch seinen eigenen Reiz. Wie aus einer Märchenlandschaft im Zuckerguss wirkte die Natur.

Und die konnten alle am Freitag noch einmal genießen. Denn schon am Samstag soll es windig werden und bei bis zu acht Grad Celsius in Wolfratshausen regnen. Ein Hauch von Herbst, ehe es bei sogar elf Grad Celsius zu Silvester trocken werden soll. Fehlt eigentlich nur noch der Sommer: Und der kann gerne bald kommen. Denn der Wetterwechsel ist längst gut eingeübt.