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Bei der Kreis-CSU:Söder unter Strom

Ministerpräsident kündigt Studie für die Elektrifizierung der BOB-Strecke an

Am Donnerstagabend war Markus Söder (CSU) zu Besuch bei der Kreis-CSU. Der Ministerpräsident wollte sich vor der anstehenden Europawahl bei einem parteiinternen Treffen anhören, wie die Stimmung an der Parteibasis momentan ist. Es gab aber auch ein paar handfeste Dinge zu besprechen.

Kommende Woche wird es im Landtag um den öffentlichen Nahverkehr in der Region gehen, vor allem um den von allen politischen Kräften im Landkreis so vehement geforderten 30-Minuten-Takt bei der Bayerischen Oberlandbahn (BOB). Da wollten die Kreispolitiker der CSU beim Landesvater vorab mal nachbohren, wie es um die Chancen für eine Taktverdichtung steht. Es ging aber auch um Projekte wie die Verlängerung der S 7 nach Geretsried, um die Elektrifizierung des BOB-Netzes und um die Eingliederung des südlichen Landkreises ins MVV-Gebiet.

Es seien sehr gute Gespräche gewesen, sagte Martin Bachhuber, der CSU-Kreischef, nach dem Treffen. Denn Söder habe nicht nur zugesagt, noch vor der politischen Sommerpause eine Studie für eine Oberleitung auf der BOB-Strecke in Auftrag zu geben. Der Ministerpräsident habe zudem erklärt, dass im Münchner Süden das sternförmige Bahn-Netz aus S 7, Werdenfelsbahn und BOB für sich alleine nicht ausreiche, um ein vernünftiges Nahverkehrsangebot bieten zu können, berichtet Bachhuber. Söder habe sich deshalb noch einmal ausdrücklich zu einem Alpenbus als Querverbindung bekannt. Diese Ost-West-Verbindung wird von allen Landräten im Voralpenland, von Rosenheim bis Weilheim, als absolut notwendig eingeschätzt.

Bis der Alpenbus fährt, wird es allerdings noch einige Zeit dauern. Josef Niedermaier (FW), Landrat von Bad Tölz-Wolfratshausen, gab erst kürzlich den Auftrag für eine Vorstudie bekannt. Geschätzter Starttermin für die neue Buslinie: nicht vor 2021.