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SZ-Debatte:Neue vernetzte Welt

Ein Leben ohne die Vorteile des Internets? Für viele ist das kaum noch vorstellbar. Dennoch bleiben Fragen nach Privatsphäre, Datensicherheit und Chancen des Wandels unbeantwortet. Die SZ diskutiert mit Experten über die gesellschaftsverändernde Kraft des Netzes.

Stefan Plöchinger

Wie kommt man am schnellsten von München nach Miesbach? Mit dem Auto oder mit der Bahn? Vor einigen Jahren brauchte der Durchschnittsdeutsche für die Antwort auf diese Frage eine Straßenkarte, die Hotline-Nummer oder das Kursbuch der Bahn - und Erfahrung mit den Ausflugsgewohnheiten seiner Mitbürger. Heute geht er wie selbstverständlich an den Computer und fragt das Netz. Oder sein Handy, während er schon unterwegs ist.

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Unter dem Titel "Das Potential des Internets: Wie verändert das Netz Gesellschaft und Wirtschaft?" findet am Donnerstag, 9. Februar im SZ-Hochhaus eine Diskussion mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft statt.

(Foto: Khlobystov_A_A,iStockphoto)

Das Internet hat binnen Jahren das Leben der Menschen durchdrungen. Es hat sein enormes Potential zur Veränderung unseres Alltags bewiesen - und zur Revolution der Wirtschaft. Wer unter 30 ist, erinnert sich kaum noch an die Zeit, in der man Lieder üblicherweise in Gestalt von Schallplatten in Läden kaufte. Das Netz zwingt ganze Branchen wie die Musikindustrie, sich neu zu erfinden, neue Wachstumschancen zu nutzen, den Blick dafür zu schärfen, welche Risiken die Digitalisierung des Alltags bringt. In der öffentlichen Debatte über diese neue vernetzte Welt sind selbst Experten bisweilen überfordert angesichts des Tempos der Neuerungen. Wie schützt man heute Privatsphäre? Wie sicher sind Daten? Was darf der Staat im Netz? Und, abseits aller angstbeladenen Fragen: Wie kann man die Chancen des Wandels besser nutzen - wo doch andere Länder viel weiter sind als Deutschland?

Am 9. Februar diskutieren prominente Vertreter von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im SZ-Hochhaus über die gesellschaftsverändernde Kraft des Internets. Auf dem Podium sitzen Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), Allianz-CIO Ralf Schneider, Googles deutscher Entwicklungschef Wieland Holfelder und der Politik-Ethiker Christoph Bieber, Professor an der Uni Duisburg-Essen. Informatik-Professor Manfred Broy von der TU München führt in das Thema ein und moderiert mit Stefan Plöchinger, Chefredakteur von Süddeutsche.de.

Die Diskussion mit dem Titel "Das Potential des Internets: Wie verändert das Netz Gesellschaft und Wirtschaft?" findet am Donnerstag, 9. Februar, um 18.30 Uhr im Hochhaus der SZ in der Hultschiner Straße 8 statt. Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter sz.de/debatte; Leser können vorab Fragen auf Twitter mit dem Hashtag #szdd schicken.

© SZ vom 01.02.2012/bica

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