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Wohnungsbau in Seefeld:Gemeinsam leben

Die Maro Genossenschaft baut in Seefeld 22 Wohnungen. Ihr Vorstand ist Martin Okrslar.

(Foto: Claus Schunk)

An der Hedwigstraße entstehen 22 Genossenschaftswohnungen

In einer guten und lebendigen Hausgemeinschaft leben, Wohnrecht auf Lebenszeit und langfristig günstige Mieten verspricht die Maro-Genossenschaft, die vom Sommer an in Seefeld eine Mehrgenerationenanlage baut. Bis Mitte 2022 entstehen an der Hedwigstraße 22 barrierefreie Wohnungen. Zum Wohnmodell, zur Geldanlage, zur Wohnanlage und zur Vergabe informiert die Maro an diesem Donnerstag und am kommenden Mittwoch, 29. Januar, jeweils von 19 Uhr an, im Sitzungssaal der Gemeinde Seefeld, Am Technologiepark 16. Organisiert hat das Ganze der Seniorenbeirat, der die Idee, Genossenschaftswohnungen in Seefeld zu bauen, aufbrachte und auch nicht locker ließ.

Die Wohnanlage entsteht neben dem neuen Seniorenheim. Sie liegt zentral zwischen Schule, Kindergarten und Spielplatz, die Hauptstraße mit Kirche, Apotheke, Sparkasse, Geschäften und Gaststätten ist nur wenige Meter entfernt.

Die 22 Mietwohnungen mit Garten oder Balkon sind auf zwei Gebäude verteilt. Angeboten werden Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen, mehr als die Hälfte davon sind öffentlich gefördert. Kommunikation und Begegnung in der Mehrgenerationenanlage sind ein wichtiger Bestandteil des Projekts, teilt die Maro mit. Die Häuser werden über einen Laubengang erschlossen, es gibt einen Gemeinschaftsgarten, ein Gemeinschaftshaus und ein Gästeappartement. Die Wohnungen sollen bereits im März vergeben werden.

Bei der Maro-Genossenschaft sind alle Mieter auch Eigentümer. Wer Mitglied werden will, muss zunächst drei Anteile à 500 Euro zeichnen. Die Maro, die 2012 gegründet wurde, hat aktuell etwa 1000 Mitglieder - darunter auch die Gemeinde Seefeld - und 70 Wohneinheiten an vier Standorten. Den Bewohnern bietet die Genossenschaft ein Mitspracherecht bei der Bewirtschaftung des Hauses und der Gestaltung der Außenanlagen. Wie hoch die Miete ausfallen wird, ist bislang noch unbekannt.

"Die Bildung einer guten Hausgemeinschaft beginnt schon ein bis zwei Jahre vor dem Einzug und wird von der Maro begleitet", erläutert Ralf Schmid, Projektleiter von Seefeld. Nur zahlen, einziehen und sich um nichts kümmern geht nicht. Heißt: Jeden Monat treffen sich die künftigen Bewohner mit dem Projektleiter für ein paar Stunden. Dann werden alle relevanten Themen für eine gute Hausgemeinschaft bearbeitet. In der Praxis übernehmen Bewohner zum Beispiel Hausmeisterarbeiten und senken so ihre Betriebskosten.

Auf dem Dach produziert eine Solaranlage Strom für die Mieter, in der Tiefgarage bietet die Maro den Bewohnern Carsharing-Autos und stellt Lasten- und Elektrofahrräder sowie Einkaufs-Trolleys zur Verfügung.

© SZ vom 23.01.2020
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