Seefeld Tangobar feiert Jubiläum

Matthias Helwig und Ralf Sartori laden zum 25. Filmabend ein

Von Otto Fritscher, Seefeld

Es ist ein kleines Jubiläum, das Kinobetreiber Matthias Helwig und Tangolehrer Ralf Sartori demnächst feiern können. Die 25. Tangobar findet demnächst im Seefelder Breitwand-Kino statt. Der Ablauf ist den Freunden des Tango Argentino inzwischen geläufig: Zunächst gibt es, um 19.30 Uhr, einen Film, der irgendwie mit dem Thema Tango zu tun hat, mal nahe dran, mal weiter weg. Und dann kann in der schnuckeligen Lounge des Kinos nach einer kurzen Einführung durch Ralf Sartori getanzt werden. Dass sich diese "Tangobar" genannte Veranstaltungsreihe so lang hält, hätten die beiden Veranstalter anfangs nicht gedacht. "Erstaunlich, welche Tangofilme Ralf Sartori immer wieder ausgräbt", sagte Matthias Helwig kürzlich. Und Sartori freut sich, dass es auch im Fünfseenland genügend Interessenten gibt und man nicht nach München auf eine Milonga - so heißt eine Tanzveranstaltung mit Tango Argentino - fahren muss.

Bei der nächsten Tangobar, am Freitag, 31. März, in Seefeld, servieren die beiden allerdings relativ harte Kost. Der Film mit dem Titel "Defensa 1464" ist nämlich kein Tangofilm im eigentlichen Sinne. Er nimmt jedoch Bezug auf die zeitliche und räumliche Entstehung des Tango. Damals war ein Drittel der Einwohner von Buenos Aires Farbige, vor allem Einwander aus Afrika. Dieser "Tango negro"-Film beschreibt zwar den Kampf um eine Frau, verwoben aber mit sechs Geschichten von Afro-Argentinierinnen.