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Seefeld:Pro und Contra Klinikneubau

Die Befürworter eines Klinikneubaus am Ortsrand von Hechendorf haben weitere Unterstützer gefunden: Der CSU-Kreisvorstand hat sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig hinter die Pläne des Landkreises gestellt. Die Vorsitzende Stefanie von Winning ist der Meinung, dass ein Neubau auf der Fläche am Friedhof Lindenallee "landschaftsverträglich realisiert werden" könne, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreisverbands. Um etwa "Stationen für eine pandemische Situation" einrichten zu können, brauche es ein modernes Klinikum, so die Landtagsabgeordnete Ute Eiling-Hütig. Laut CSU-Fraktionsvorsitzendem Harald Schwab habe das aktuelle Klinikum in Seefeld seine baulichen Kapazitäten ausgereizt. Fraglich sei, ob die Schindlbeck-Klinik in Herrsching erweitert werden könne für einen Bedarf von 190 Betten. "Auf jeden Fall brauchen wir eine Zukunft für beide Kliniken an einem Standort."

Zu Wort meldet sich erneut der Bund Naturschutz (BN). Mit großem Bedauern nehme die Kreisgruppe zur Kenntnis, "dass die Gemeinde Seefeld eine Fläche für einen 200-Betten-Krankenhausneubau in einer naturschutzfachlich besonders sensiblen Lage ausgesucht hat." Nun plane sie bereits am 27. Juni ein Ratsbegehren, kritisiert der Kreisvorsitzende Günter Schorn. Mit einem Ratsbegehren noch vor der Sommerpause, mitten in der dritten Welle der Pandemie, entstehe in der Bürgerschaft der Eindruck, es gäbe gar keine anderen Lösungen und es läge eine Notlage vor. Der BN verlangt, einen Standort außerhalb des Landschaftsschutzgebietes zu suchen und in alle Fragen des Naturschutzes von Anfang an mit einbezogen zu werden.

© SZ vom 03.05.2021 / csn
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