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Fussball-EM und Fans:Mannschaftssport zu wenig beachtet

Zum Interview "Die Begeisterung wird zurückkommen" in der SZ vom 14. Juni:

Sie haben mit Ihrem Interview zur nun laufenden Fußball-EM und den Problemen der fußballlosen Zeit wegen der Corona-Kontaktbeschränkungen genau das richtige Thema dankenswerterweise aufgegriffen und Fragen gestellt, die Christian Kalinke sehr profund beantwortet hat. Man sieht, dass er aus dem Amateurbereich beim MTV Berg viel Erfahrung hat und die wichtigen Punkte wie Gemeinschaftsgefühl, Sozialisierung und die Fankultur einschätzen kann.

Die Politik hat leider dem Teamsport während Corona zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt und besonders die Kinder leiden lassen. Ich habe noch in den 80er-Jahren als Trainer einer Jugendfußball-Mannschaft und über zehn Jahren als Schiedsrichter bei der früheren SpVgg Starnberg erlebt, wie bedeutsam der Fußball für die Kinder und Jugendlichen ist, sie ihren Körper ertüchtigen und Aggressionen abbauen und wie sie dort auch ihre Idole suchen. Leider spielt das Geld eine immer größere Rolle beim Fußball, was bei der Gott sei dank abgesagten Super-League zu sehen war. Herr Kalinke wäre meines Erachtens mit seinen Kenntnissen als Manager in einem großen Unternehmen und mit der vernünftigen Einstellung zum Breitensport ein geeigneter Mann für die DFB-Spitze, die in der letzten Zeit nur durch Skandale aufgefallen ist.

Rainer Hange, Starnberg

© SZ vom 15.06.2021
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