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Stadtrat beschließt Aufschub:Neuperlachs Kreißsäle bleiben

Städtische Geburtsklinik wird frühestens 2024 geschlossen

Die Geburtsabteilung im städtischen Klinikum Neuperlach wird nun doch nicht 2022 geschlossen. Der Gesundheits- und der Finanzausschuss des Stadtrats sprachen sich in einer gemeinsamen Sitzung dafür aus, die Abteilung mindestens bis zum Jahr 2024 zu erhalten. Ob sie dann doch noch mit der des Klinikums Harlaching zusammengelegt wird, soll erst in fünf Jahren festgelegt werden - nach einer genauen Analyse der Kreißsaal-Situation in München sowie im Umland. Der Stadtrat folgte mit seinem Beschluss der Linie von Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs, die zwar rein rechnerisch die Zahl der Kreißsäle in München auch in Zukunft für ausreichend hält. Es gebe aber so viele Ungewissheiten, etwa bei den Geburtskliniken des Umlands, dass in Neuperlach ein Moratorium und eine anschließende Neubewertung sinnvoll seien.

Der Beschluss widerspricht dem Sanierungskonzept für die München Klinik, wie das städtische Klinikum mit seinen fünf Häusern in Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach, Schwabing sowie an der Thalkirchner Straße inzwischen heißt. Darin war vorgesehen, aus wirtschaftlichen Gründen mehrfach vorhandene Klinikabteilungen zusammenzufassen; die Geburtshilfe in Neuperlach sollte nach Harlaching umziehen und mit der dortigen Station verschmolzen werden. Allerdings hat sich die Zahl der Geburten seit dem Beschluss des Sanierungskonzepts erhöht. Darauf hat die Klinik bereits reagiert und ihre geplante Kapazität für Geburten von 6000 auf 7000 pro Jahr erhöht. Gegen die ursprünglich beschlossene Schließung hatte eine Elterninitiative eine Petition mit knapp 5800 Unterschriften eingereicht.