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Sauter-Tochter-Karriere:Söder, der Profi-Opportunist

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Beobachtungen zur CSU-Spezlwirtschaft und zur Bereitschaft zum Ausmisten

"Bilderbuch-Karriere einer Sauter-Tochter" vom 10./11. April sowie Leserbriefe "Als wär' das Ministerium ein CSU-Selbstbedienungsladen" vom 19. April:

Gleich aus zwei der veröffentlichten Leserbriefe spricht eine kindlich-unschuldige Sicht auf den Ministerpräsidenten: "Ministerpräsident Söder bleibt noch Einiges an Arbeit beim Ausmisten des Spezi-Stalles ..." und "man fragt sich, was eigentlich der bayerische Ministerpräsident von der Personalpolitik im Landtag mitbekommt ...". Keine Angst, er bekommt das garantiert alles sehr wohl mit. Macht ja nichts, es ist ja Tradition - zwar nicht nur der CSU, aber ihre besonders -, dass man sich gegenseitig hilft wo irgend möglich. Deshalb wird diese Tatsache allein Herrn Söder reichlich egal sein, er vermutlich auch viel Verständnis dafür aufbringen. Reagieren wird er allerdings erst genau in dem Moment, in dem so ein Vorgang ihm selbst in irgendeiner Weise schädlich sein könnte, und dasselbe gilt fürs "Ausmisten".

Wehe, solche Unterstützung und Förderung könnte ein Fleckchen auf seiner weißen Ritterrüstung hinterlassen, dann wird's persönlich, und das wird er nicht dulden. Was für Söder zählt, sind der eigene Machtanspruch und damit seine Beliebtheitswerte, sonst nichts. Wie rücksichts- und skrupellos er diese abzusichern und zu verbessern trachtet, auch gegen die sogenannte Schwesterpartei, bekommen wir ja gerade exemplarisch auf Bundesebene vorgeführt. Ein Schauerspiel, in dem dieser "professionelle Opportunist" (die treffende Bezeichnung habe ich einem anderen Artikel entnommen) immer noch viel zu viele fasziniert, statt sie angewidert abzuschrecken. Friedrich-Karl Bruhns, München

© SZ vom 03.05.2021
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