Promis über ihr AbiturUdes schlaflose Nächte

Nervös gewesen? Aussetzer gehabt? In Bayern beginnen die Abiturprüfungen. Sieben prominente Münchner erinnern sich an die Tests und das damalige Lebensgefühl.

Promis über ihr Abitur – Ludwig Spaenle, Kultusminister

An diesem Freitag beginnen für rund 32.000 Schüler in Bayern die schriftlichen Abiturprüfungen. Die Zitterpartie dauert, einschließlich des Kolloquiums, bis zum 19. Juni. Einige prominente Münchner haben sich für die SZ an ihre Reifeprüfung erinnert.

Süddeutsche Zeitung: Wann haben Sie wo Abitur gemacht - und mit welcher Note?

Ludwig Spaenle: 1980 am Wilhelms-Gymnasium in München. Das Ergebnis war eine 1,9.

SZ: In welchem Fach waren Sie überraschend gut?

Spaenle: Gut war ich in Geschichte, was ich später auch studiert habe.

SZ: Schlimme Symptome der Nervosität?

Spaenle: Am Morgen habe ich zu meinem Vater "Sie" gesagt.

SZ: Hatten Sie Ihre Note erwartet?

Spaenle: Eine gute Zwei hatte ich ungefähr erwartet. Die Grenze zur 1,9 habe ich dann doch um zwei Punkte überschritten. Da gehörte ein Stück Glück dazu.

SZ: Manche träumen noch Jahre später von den Prüfungen. Ihr Abitur-Albtraum:

Spaenle: In der Geschichtsklausur hatte ich die Fragestellung zunächst missverstanden und flott einen Kongress des 20. Jahrhunderts zu beschreiben begonnen. Den Fehler habe ich gerade noch rechtzeitig erkannt.

SZ: Zur Abi-Zeit gehört auch ein spezielles Lebensgefühl. Welcher Song erinnert Sie an damals?

Spaenle: Das "Isarflimmern" von Willy Michl.

SZ: Und wie war das Gefühl danach, als alles vorbei und bestanden war?

Spaenle: Ich war erleichtert, und es öffnete sich mir eine große Weite.

SZ: Heute beginnen die Abiturprüfungen. Was wünschen Sie den Schülern?

Spaenle: Die nötige Ruhe und viel Erfolg.

Foto: Alessandra Schellnegger

8. Mai 2009, 10:492009-05-08 10:49:00 ©