Popduo Tuò Zarter Pop und heile Welt

Vor eineinhalb Jahren hat die SZ Tuò entdeckt - jetzt haben die jungen Frauen Tasmin und Oda im Vorprogramm der Sportfreunde Stiller gespielt.

Interview: Annika Willer, SZ-Jugendseite

Tuò, das ist eine charmante Zwei-Frauen-Band aus Wolfratshausen. Tasmin und Oda heißen die Musikerinnen, beide sind 17, beide singen. Tasmin spielt dazu Gitarre, und Oda trommelt auf der Djembe. Das klingt authentisch, nach zartem Pop, und ein bisschen nach heiler Welt. Vor eineinhalb Jahren wurde die Band von der SZ-Jugendseite entdeckt, mittlerweile sind die beiden jungen Frauen richtig durchgestartet: Ihre erste CD wurde bei "Flowerstreet Records'" veröffentlicht, sie wurden vom Bayerischen Rundfunk durch die Sendung "On3-Startrampe" gefördert, sie waren im Fernsehen und durften ein Musikvideo drehen - und vergangene Woche als Vorband der Sportfreunde Stiller spielen. Tasmin Gutwald erzählt, wie sich der schnelle Erfolg anfühlt.

Einfach nur Musik machen: Oda Tiemann und Tasmin Gutwald wollen nicht daran denken, wie es mit ihrer Karriere weitergeht. Warum auch, gerade läuft alles optimal - vergangene Woche spielten die beiden im Vorprogramm der "Sportfreunde Stiller".

(Foto: Felix Wölk/oh)

SZ-Jugendseite: Vergangenen Dienstag durftet ihr als Vorband bei den Sportfreunden Stiller im Circus Krone spielen. Wie war das denn?

Tasmin Gutwald: Ziemlich krass - als wir ankamen und erst mal die 3000 leeren Plätze sahen. Dann Soundcheck, und auf einmal hieß es: Mädels, noch fünf Minuten... Dann habe ich mal kurz raus zu meinem Freund geschaut, und die Halle war richtig voll.

SZ-Jugendseite: Das klingt aufregend.

Gutwald: Wir hatten so Panik und haben voll gezittert - ich glaube, die Leute haben schon gemerkt, dass wir noch nie vor so vielen Menschen gespielt haben. Aber dann haben wir einfach mal losgespielt, die Technik war super, und am Ende haben wir kaum was gemerkt von all den Menschen, weil die Bühne so hell war und der Publikumsraum dunkel.

SZ-Jugendseite: Wie seid ihr denn zu dem Auftritt gekommen?

Gutwald: Wir haben die Sportfreunde Stiller bei der On3-Startrampe vom Bayerischen Rundfunk getroffen. Die sind total lässig drauf, sie haben mit uns über unsere Musik geredet. Und als deren Vorband ausfiel, haben die gleich gesagt, das sie uns haben wollen - weil sie unsere Musik mögen.

SZ-Jugendseite: Und was war es für ein Gefühl, als ihr den Auftritt hinter euch hattet?

Gutwald: Hinterher waren wir komplett fertig mit der Welt. Wir haben uns hingesetzt und in Ruhe die Sportis angeschaut und waren nur noch glücklich.

SZ-Jugendseite: Wie waren den die Sportfreunde Stiller zu euch? Habt ihr vielleicht Ratschläge bekommen?

Gutwald: Ach, das sind Menschen wie wir auch. Klar war es eine Ehre, vor denen zu spielen, aber die haben ganz normal mit uns geredet - über unser Deutschreferat am nächsten Tag, nicht über Karrieretipps.

SZ-Jugendseite: Duftet ihr auch Freunde mit zum Konzert nehmen?

Gutwald: Wir hatten fünf Gästelistenplätze. Das wird ziemlich streng gehandhabt, wir durften unsere Freunde auch nicht vorher mit rein nehmen, die mussten in der Kälte warten. Es war aber auch interessant zu sehen, welche Leute einen da ansprechen, ob man sie nicht mit reinnehmen könnte - Leute, die sich sonst nie melden.

SZ-Jugendseite: Vor rund eineinhalb Jahren haben wir uns schon mal unterhalten - da gab es eure Band gerade mal drei Monate. Hättet ihr euch damals träumen lassen, dass ihr so bald vor so vielen Leuten spielen dürft?

Gutwald: Dadurch, dass wir immer gesagt haben, wir lassen es auf uns zukommen, haben wir uns da nicht viele Gedanken gemacht. Wir dachten uns nach dem Artikel auf der SZ-Jugendseite, dass es das jetzt schon gewesen wäre: Das war so groß und fix, wer weiß, was dann noch kommen kann.

SZ-Jugendseite: Wie geht es euch denn jetzt damit, hat sich für euch etwas verändert?

Gutwald: Musik machen ist noch genauso spaßig wie früher - obwohl es vielleicht professioneller und vielleicht auch anstrengender geworden ist. Wir machen jetzt aber erst einmal unseren Realschulabschluss und schauen mal, was im nächsten Jahr ist.

Das Interview hat Annika Willer, 23 Jahre, geführt. Weitere Texte der SZ-Jugendseite gibt es unter www.sz-jugendseite.de

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