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Playmate des Jahres:"Ich bin ein Playmate zum Anfassen"

Die 20-jährige Münchnerin Anna-Maria Kagerer ist zum Playmate des Jahres 2010 gewählt worden. Mit uns sprach sie über die Grenzen der Freizügigkeit und warum sie ein Playmate zum Anfassen ist.

Seit ein paar Tagen hat Anna-Maria Kagerer einen ganz besonderen Titel: Sie ist von den Lesern des Männermagazins Playboy zum "Playmate des Jahres 2010" gewählt worden. Die 20-Jährige wohnt in Schwabing, macht gerade eine Ausbildung zur Bürokauffrau und geht gerne ins P1 und in die 089 Bar.

Playmate des Jahres

"Nackt im Englischen Garten? Niemals!"

sueddeutsche.de: Herzlichen Glückwunsch zum Titel Playmate des Jahres 2010.

Anna-Maria Kagerer: Ich bin überglücklich. Als ich es erfahren habe, habe ich gezittert vor Freude. Jetzt kommen auch repräsentative Aufgaben auf mich zu, das ist natürlich eine gewisse Verantwortung. Ich muss ein Jahr lang bei Veranstaltungen als "Playmate of the Year" auftreten, aber ich freu mich drauf.

sueddeutsche.de: Ist das kein Problem für Sie, dass Sie Tausende von Männern nackt sehen?

Kagerer: Am Anfang hab ich schon mit der Entscheidung gekämpft. Aber wenn man sich dann mal für Nacktfotos entschieden hat, dann zieht man es auch durch. Außerdem sind es hervorragende Bilder geworden, das ist ja Kunst.

sueddeutsche.de: Sind Sie ein freizügiger Mensch? Legen Sie sich auch nackt in den Englischen Garten?

Kagerer: Nein, niemals! München ist meine Heimatstadt, wo ich viele Freunde und Bekannte habe. Ich will ja von niemandem nackt gesehen werden, den ich kenne. Am Meer vielleicht eher.

sueddeutsche.de: Aber die Fotos im Playboy werden doch auch einige Ihrer Bekannte entdeckt haben...

Kagerer: Natürlich, aber auf Fotos ist es etwas anderes. Mein Chef hat mir gleich eine SMS geschickt, als er erfahren hat, dass ich gewonnen habe. Und sehr viele sind sehr stolz auf mich.

sueddeutsche.de: Sind Ihre Eltern auch stolz auf Sie?

Kagerer: Für meine Mama war es am Anfang sehr schwer, sie ist Religionslehrerin. Aber dann hat sie mir gratuliert.

sueddeutsche.de: Jung, blond und schön, so sind ziemlich viele Playmates. Was ist denn das Besondere an Ihnen?

Kagerer: Ich bin eine kommunikative und lustige Persönlichkeit, ein Playmate zum Anfassen. Ich bin auf dem Boden geblieben.

sueddeutsche.de: Sie leben in Schwabing. Wenn Sie hier durch die Straßen laufen, werden Sie da manchmal erkannt?

Kagerer: Tagsüber eher weniger, aber wenn ich abends mit meinen Mädels unterwegs bin, schon sehr oft. Gerade wenn ich meine Haare offen trage und ein ausgeschnittenes Kleid anhabe, werde ich erkannt.

sueddeutsche.de: Sie sind noch Single?

Kagerer: Ja. Und ich glaub auch nicht, dass sich das durch den Titel jetzt sofort ändern wird.

sueddeutsche.de: Wie geht es jetzt weiter?

Kagerer: Erst einmal mache ich meine Ausbildung zu Ende, dann vielleicht das Abitur nach. Ein Job als Moderatorin würde mir gefallen.

sueddeutsche.de: Sind Sie denn Hugh Hefner schon einmal begegnet?

Kagerer: Nein, noch nie. Aber ich würde ihn wirklich gerne mal treffen, er soll ein ganz besonderer Mensch sein.

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