Olympia 2018: Kandidaten im Vergleich – Der Verkehr

Der Verkehr

Spiele der langen Wege gelten als abschreckend. Die Verkehrsmittel müssen daher nicht nur leistungsfähig, sondern auch schnell sein. Auf der Straße werden spezielle Olympiaspuren ausgewiesen.

München: +

634 Millionen Euro sollen in den Ausbau von Straße und Schiene investiert werden. Das IOC hält das Münchner Verkehrskonzept für sehr leistungsfähig, sämtliche Anforderungen würden erfüllt. Die Fahrtzeit zum Flughafen ist kürzer als bei den Konkurrenten, und auch die Tour zwischen Sportstätten und Unterkünften dauert nicht lang. Bei der Bahn könnte es in Garmisch Engpässe geben.

Pyeonchang: +/-

Auf immerhin 3,5 Milliarden Euro belaufen sich die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur. Der Großteil davon ist für einen Hochgeschwindigkeitszug ins gut 100 Kilometer entfernte Seoul gedacht. Sollte der allerdings nicht rechtzeitig fertig werden, befürchtet das IOC unangenehm lange Fahrtzeiten. Denn der nächste internationale Flughafen ist ebenfalls in Seoul.

Annecy: --

Die Franzosen wollen 740 Millionen Euro in Verkehrsprojekte investieren. Das IOC findet allerdings, dass die Fahrtzeit zwischen den einzelnen Austragungsorten zu lang ist. Vor allem die Medienvertreter müssten wegen der weit verstreuten Unterkünfte ziemlich viel hin und her fahren. Der nächste internationale Flughafen ist in Genf - von dort bis nach La Plagne dauert es 160 Minuten. 

Bild: dpa 6. Juli 2011, 10:342011-07-06 10:34:57 © SZ vom 02.07.11/benK