Olympia 2018: Kandidaten im Vergleich – Das Konzept

Das Konzept

Eine Idee, eine Art Alleinstellungsmerkmal, benötigt jede Bewerbung. Und natürlich ein Konzept, wo Sportstätten, Olympische Dörfer, Journalistenunterkünfte und Medienzentren errichtet werden.

München: +

München will vor allem mit den vielen bereits bestehenden Sportstätten punkten, die sich auf drei Austragungsorte verteilen. Bis zum Königssee ist es zwar nicht unbedingt der nächste Weg - dafür gilt vor allem der "Eis-Cluster" in München als vorbildlich kompakt. Die Region hat große Erfahrung beim Ausrichten von Großereignissen - von der Ski-WM in Garmisch bis zur Münchner Wiesn.

Pyeonchang: ++

Korea hofft auf den Reiz des Neuen - Winterspiele im aufstrebenden Asien statt in "good old Europe". Das Konzept mit nur zwei Austragungsorten gilt als vorbildlich kompakt, und die Koreaner überschlagen sich mit immer neuen Investitionen in Kultur- und Bildungsprogrammen. Lediglich Pyeongchang selbst bietet allerdings nur wenig Abwechslung - und bis nach Seoul ist es ziemlich weit.

Annecy: -

Die einzelnen Austragungsorte sind ziemlich weit voneinander entfernt - und die Aufteilung auf immerhin vier unterschiedliche Gegenden mit vier olympischen Dörfern gilt als suboptimal. Das IOC bemängelte zudem, dass die Franzosen zwar gerne über Visionen für Kultur, Erziehung und Stadtleben philosophieren, im Konzept aber nur sehr wenig Konkretes dazu zu finden ist.

Bild: dapd 6. Juli 2011, 10:342011-07-06 10:34:57 © SZ vom 02.07.11/benK