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Neues Ägyptisches Museum eröffnet:Münchner Pharaonenkult

Katzenmumien, Pharaonen und mittendrin Ministerpräsident Seehofer: Mit einem Festakt ist in München das Ägyptische Museum in einem unterirdischen Neubau aus Stahl, Beton und Glas wiedereröffnet worden. Die Bilder.

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Quelle: Alessandra Schellnegger

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Katzenmumien, Pharaonen und mittendrin Ministerpräsident Seehofer: Mit einem Festakt ist in München das Ägyptische Museum in einem unterirdischen Neubau aus Stahl, Beton und Glas wiedereröffnet worden. Die Bilder.

Das Alte Ägypten ist auch in München zuhause. Obelisken, Sphinx-Figuren und andere pharaonische Versatzstücke zieren wichtige Plätze in der Stadt. Als Krönung ist nun eine der bedeutendsten ägyptischen Sammlungen Deutschlands neu eröffnet worden.

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Das neue Museum für die Staatssammlung Ägyptischer Kunst liegt an der Gabelsbergerstraße gegenüber der Alten Pinakothek. Im Oberen Block residiert die Hochschule für Film und Fernsehen (HFF), im unterirdischen Neubau aus Beton, Stahl und Glas das Museum - mit Fenstern zum Lichthof.

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Begonnen wurde mit dem Bau bereits im November 2007. Die Architekten sind Peter und Gottfried Böhm aus Köln, die Baukosten betrugen mehr als 100 Millionen Euro, etwa 35 Millionen davon für das Museum. Zwischen Königsplatz und den Pinakotheken befindet man sich jetzt mitten im Zentrum des noch etwas ungeordneten Münchner Kunstareals.

Museum Ägyptischer Kunst

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Eröffnung wurde am Montagvormittag mit einem Staatsakt gefeiert. Ministerpräsident Seehofer war natürlich auch da. "Wir haben fertig", sagte Museumsdirektorin Sylvia Schoske und sprach von einem "erfolgreichen und trotz aller Arbeit weitgehend stressfreien Projekt".  Von Dienstag  an ist das Museum auch für die Öffentlichkeit zugänglich - in der ersten Woche sogar kostenlos.

Umzug des Museums Ägyptischer Kunst

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Erst am Vorabend hatte das alte Haus in der Münchner Residenz seine Tore für immer geschlossen. Bislang führte das Museum dort auf 600, in den siebziger Jahren provisorisch freigeräumten Quadratmetern, ein Schattendasein. Der langerwartete Umzug wurde deshalb groß inszeniert - feierlich wurde das letzte Ausstellungsstück in einer an altägyptische Riten angelehnten Prozession durch die Stadt gekarrt.

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Künftig kann auf 1800 Quadratmetern viel mehr der Sammlung gezeigt werden - ausgestellt sind nun etwa 2000 von 8000 Objekten, die zwischen 5000 und 2000 Jahre alt sind. Dazu kommen 400 weitere Quadratmeter Raum für Wechselausstellungen.

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Für die neue Präsentation seiner Sammlung hat sich das Museum von einem chronologischen Rundgang verabschiedet und seine Kunstwerke thematisch geordnet - und den verschiedenen Räumen mit Titeln wie "Religion", "Pharao" oder "Jenseitsglaube" zugeteilt.

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Wer mehr wissen will über die Religion im alten Ägypten, über die Götter oder Bestattungsriten, der kann sich über moderne Medienstationen mit Touch-Screens informieren - oder über ein Info-Tablet, das den Besuchern verschiedene Führungen anbietet. Nur Sitzgelegenheiten gibt es kaum. Wohl, weil sie nicht so recht in das Raumkonzept passen wollen.

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Zu sehen ist im Museum für Ägyptische Kunst nun auch dieser Kopf einer Königsstatue aus dem dritten Jahrhundert vor Christus. Zusammen mit Berlin und Hildesheim stellt die Münchner Sammlung den größten in Deutschland vorhandenen Bestand an Zeugnissen der altägyptischen Kulturen dar.

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Auch diese Katzenmumie mit aufgemaltem Gesicht kann man nun bewundern. Das Museum blickt angeblich auf eine 350-jährige Sammlungsgeschichte zurück. Das zumindest verkündet die Internetseite - um freilich gleich darauf einzuschränken, dass so richtig mit dem Sammeln erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts begonnen worden sei.

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Es war, wieder einmal, der kunstbeflissene König Ludwig, der den Ankauf pharaonischer Objekte forcierte und diese in einem "Ägyptischen Saal" seiner Glyptothek aufstellen ließ. Wenn man so will, war das der Ursprung der Ägyptischen Sammlung.

Museum Ägyptischer Kunst

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Seehofer zumindest findet Gefallen an dem neuen Museum, das er nach einem kurzen Rundgang als "Glanzlicht" lobt. Nachdem er sich neben der Pharao-Figur hat fotografieren lassen, sagt er zu Kunstminister Wolfgang Heubisch: "Wir stehen auch in 1000 Jahren in so einer Vitrine."

Das Museum ist bis einschließlich Samstag, 15.6., täglich von 10-20 Uhr für die gesamte Bevölkerung kostenfrei geöffnet; ab Sonntag 16.6. gelten die regulären Öffnungszeiten und Eintrittspreise. Diese sind: Dienstag, 10-20 Uhr, Mittwoch bis Sonntag, 10-18 Uhr. Montag geschlossen. Der Eintritt kostet sieben Euro (fünf Euro ermäßigt), am Sonntag ein Euro. Kinder bis 16 Jahre sind frei. Mehr Informationen unter www.aegyptisches-museum-muenchen.de

© Süddeutsche.de/SZ/dpa/afis/segi
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