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Zahlen zur Corona-Pandemie:Weiter tief in dunkelroter Zone

Fast jeder 20. Schüler im Landkreis befindet sich in Quarantäne

Rund 1650 Schülerinnen und Schüler aus 73 Klassen befinden sich nach Angaben des Landratsamtes aktuell im Landkreis München in Quarantäne. Damit sind etwa 4,6 Prozent der 36 000 Kinder und Jugendliche betroffen, die an den insgesamt 96 Schulen und in 1384 Klassen unterrichtet werden. Die Zahlen haben sich damit offenbar auf hohem Niveau eingependelt.

Zwar können fast täglich Schüler nach Ablauf der Isolation wieder in den Präsenzunterricht wechseln, doch kommen auch ständig wieder neue Klassen hinzu, in denen Corona-Fälle auftraten. Während es am Mittwoch noch an 43 Schulen Quarantänemaßnahmen gab, waren es laut Landratsamt am Donnerstagnachmittag noch 41. Neu hinzugekommen sind die Grundschulen am Sportpark in Unterhaching und in Gräfelfing. Bei den Kindertagesstätten addiert sich die Zahl auf 24 im gesamten Landkreis. In Quarantäne sind nun auch Mädchen und Buben aus Sauerlach, in Unterschleißheim ist eine weitere Kita gemeldet worden, dort sind nun zwei Einrichtungen betroffen.

Eine Entspannung des Infektionsgeschehens im Landkreis München ist noch immer nicht in Sicht. Richtwert ist die Sieben-Tage-Inzidenz, und die liegt seit Tagen gleichbleibend hoch. 174,6 Fälle pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) für Donnerstag. 24 Stunden zuvor lag der Wert bei 171,5. In der Landeshauptstadt München ist die Sieben-Tage-Inzidenz mit 184,1 noch etwas höher. Es gibt in Oberbayern allerdings auch Landkreise, die wieder aus der dunkelroten Zone mit Werten über 100 herausgekommen sind. Darunter ist auch der Nachbarlandkreis Starnberg, für den das RKI einen Wert von 89,3 meldet.

Nach wie vor kommen in fast allen Städten und Gemeinden des Landkreises täglich neue Infektionsfälle dazu. Insgesamt sind es seit Mittwochnachmittag 62 zusätzliche positive Corona-Tests, die dem Landratsamt übermittelt wurden. Allein 16 Neuinfektionen wurden am Donnerstagnachmittag aus Ismaning gemeldet, wo ein Altenheim und eine Arbeiterunterkunft betroffen sind. Acht Fälle sind es Aschheim, sechs in Unterschleißheim, fünf in Haar.

In den vergangenen 24 Stunden wurde zudem ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung bestätigt. Laut Landratsamt handelt es sich um eine Frau Ende 50. Sie soll multiple Vorerkrankungen gehabt haben. Insgesamt sind inzwischen 111 Landkreisbürger, bei denen eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde, gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle seit Beginn der Pandemie liegt bei 5692. Davon sind 674 Personen aktuell infiziert, 4907 sind statistisch genesen.

© SZ vom 27.11.2020 / hilb
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