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Unterschleißheim:Unterm Strich ein Plus

Rückzahlung übertrifft Mehrkosten für Bau am Carl-Orff-Gymnasium

Gute und schlechte Nachrichten für die kommunalen Kassen in Unter- und Oberschleißheim: Die Sanierung des Foyers des Unterschleißheimer Carl-Orff-Gymnasiums wird deutlich teurer als gedacht. Während der Bauarbeiten hat sich gezeigt, dass diese doch aufwendiger sind als vom beauftragten Architekturbüro angenommen; statt der bereits genehmigten knapp 1,8 Millionen Euro müssen die beiden Kommunen voraussichtlich etwa 730 000 Euro mehr schultern. Dafür können beide Kommunen nach der ersten Abrechnung der bisherigen Gesamtkosten für Umbau und Erweiterung des Gymnasiums am Münchner Ring wohl mit einer sechsstelligen Rückerstattung rechnen.

2015 wurde der erste Spatenstich gesetzt für den Erweiterungsbau der 1978 eingeweihten Schule, 2017 konnten Lehrer und Schüler diesen in Betrieb nehmen. Inzwischen sind die Baumaßnahmen "bis auf minimale Restarbeiten abgeschlossen", sodass die Geschäftsleitung des Schulzweckverbands, in welchem die beiden Kommunen Ober- und Unterschleißheim sowie der Landkreis zusammengeschlossen sind, in der jüngsten Verbandssitzung die erste Abrechnung vorstellen konnte. Zwischen 2011 und 2019 sind insgesamt knapp 11,5 Millionen Euro an Kosten für die Erweiterung zusammengekommen; davon trägt der Landkreis gut 4,64 Millionen, weitere 309 000 Euro schießt der Freistaat zu. Den Restbetrag teilen sich die beiden Kommunen nach der Anzahl an Schülern, die das Gymnasium besuchen: Ziemlich genau drei Viertel kommen aus Unter-, ein Viertel ist aus Oberschleißheim. Da die Kommunen über die vergangenen Jahre Geld eingezahlt haben, dürfen sie sich nun auf eine Rückzahlung freuen. Unterschleißheim erhält knapp 930 000 Euro, Oberschleißheim knapp 270 000 zurück. Die Umbaukosten von 2,245 Millionen Euro trägt alleine der Landkreis.

© SZ vom 24.09.2020 / gna

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