bedeckt München 26°

Unterschleißheim:Schutz für das gesamte Ufer

Wetter-Impression vom Hollerner See

Der Hollerner See liegt unmittelbar bei Unterschleißheim auf Echinger Gemeindegebiet.

(Foto: Johannes Simon)

Eching gibt Pläne für eine Therme am Hollerner See endgültig auf

Von Klaus Bachhuber, Eching/Unterschleißheim

Die Pläne für eine Therme am Hollerner See zwischen Unterschleißheim und Eching sind endgültig Geschichte. Der Echinger Gemeinderat hat auf Antrag der Grünen beim Landratsamt Freising beantragt, die seinerzeit für das Projekt aus dem Landschaftsschutzgebiet "Freisinger Moos und Echinger Gfild" ausgeklammerten Flächen wieder unter Schutz zu stellen.

Als er Landschaftspflege studiert habe, sei die Planung des Thermenumfelds am Hollerner See "als absolutes Negativbeispiel" an die Wand projiziert worden, erläuterte Grünen-Gemeinderat Leon Eckert den Antrag seiner Fraktion. Um die Anbindung an bereits bebaute Gebiete zu erfüllen, eine Genehmigungsvorschrift für eine gewerbliche Nutzung wie die Therme mit angegliederter Hotellerie und Gastronomie, wurde damals vom Geflügelhof bis zum Seeufer ein Gewerbegebiet geplant. Dafür wurden die Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet genommen. Diese ragen nun laut Eckert "wie ein Dorn" ins Landschaftsschutzgebiet. Die Schutzwirkung zur Aufrechterhaltung des regionalen Grüngürtels und als Puffer für das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet wurden im Süden geschwächt", argumentierten die Grünen. Eine Korrektur der damaligen Entscheidung wäre "richtungweisend für den Erhalt eines breiten unbebauten Gürtels zwischen Unterschleißheim und Eching".

Bürgermeister Sebastian Thaler hatte vorab Vorbehalte geäußert, weil er die Flächen als Faustpfand aufbewahren wollte, falls die Gemeinde anderswo Parzellen ausgliedern wolle. Ganz konkret gebe es regelmäßig Anfragen, Flächen mit Photovoltaikanlagen zu bestücken. Eckert verwahrte sich dagegen, mit Landschaftsschutz zu handeln. Jedes Projekt müsse einzeln fachlich bewertet werden, Ausgliederungen ebenso wie Aufnahmen.

CSU, FW und FDP sahen keinerlei Notwendigkeit, den Landschaftsschutz für die Flächen am Seeufer wieder herzustellen. Man vergebe sich nichts, wenn man den Status Quo beibehalte. Mit den Stimmen von SPD, Grünen, Bürgern für Eching und ÖDP entschied der Gemeinderat, die Wiederherstellung des Landschaftsschutzes zu beantragen.

© SZ vom 30.04.2021
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB