Unterschleißheim Mangel trotz Entspannung

In der Stadt fehlen weiterhin einige Betreuungsplätze

Von Klaus Bachhuber, Unterschleißheim

Der Mangel an Kinderbetreuungsplätzen in Unterschleißheim hat sich gegenüber dem laufenden Jahr verringert, allerdings klafft immer noch eine eklatante Lücke. Nach Rathausangaben sind aktuell 74 Kinder auf der Warteliste, die für 2019/20 angemeldet sind und noch keinen Betreuungsplatz haben. Davon benötigen von September an 27 Familien einen Platz im Kindergarten und 18 einen Platz in der Kinderkrippe, von Januar an dann weitere 15 einen Kindergarten- und 14 einen Krippenplatz.

Weil im Vorjahr um diese Zeit 101 Kinder ohne Betreuungsplatz waren, sagte Bürgermeister Christoph Böck (SPD) im Hauptausschuss des Stadtrats, dass sich "die Betreuungssituation in diesem Jahr deutlich verbessert zeigt". Dazu verwies er auf das jüngst verabschiedete Maßnahmenpaket zur Personalgewinnung mit Erhöhung der Arbeitsmarktzulage, verbessertem Betreuungsschlüssel und weiteren Anreizen für Mitarbeiter, was "sicher diese Entwicklung unterstützen wird".

Bislang hat das Rathaus 196 Krippen- und 197 Kindergartenplätze zugewiesen. Dabei hatte sich nach der ersten Vergaberunde ein größerer Fehlbedarf bei Kindergärten als bei Krippen gezeigt, so dass Böck kurzfristig entschieden hatte, im neuen Kinderhaus "Joki" im Business Campus eine Krippengruppe in eine Kindergartengruppe umzuwandeln. Im Herbst wird ein Kinderhaus von "AcadeMedia" fertig, in dem drei Krippen- und zwei Kindergartengruppen (86 Plätze) angeboten werden. Zudem steht die vierte Krippengruppe mit 12 Plätzen im Kinderhaus "Denk mit!" zur Verfügung. Im weiteren Vergabeprozess können nun noch weitere Plätze vergeben werden, kündigte die Stadtverwaltung an. Beim Kinderhaus "Joki" sind 15 Plätze frei, in der Tagesbetreuung durch Tagesmütter vier oder fünf und durch eine geplante Großtagespflegestation werden acht Plätze geschaffen. Im Kinderhaus "Nordschloss" sollen weitere Plätze zugelassen werden. Weitere 35 bestehende Plätze in Kindertageseinrichtungen können nach Rathausangaben wegen Personalmangels nicht besetzt werden.