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Unterschleißheim:Für Spendengeld einmal um die ganze Welt

Um Schüler auch während der coronabedingten Einschränkungen fit zu halten und gleichzeitig etwas Gutes zu tun, haben sich Lehrer des Unterschleißheimer Carl-Orff-Gymnasiums eine Aktion überlegt. Die Sportlehrer Franziska Riedel und Markus Schmidt haben die Aktion "COG aktiv... einmal um die ganze Welt" ins Leben gerufen, mit der sie Spenden für Südafrika sammeln.

Jeder Schüler und Mitarbeiter der Schule kann mitmachen. Ziel ist es, gemeinsam so viele Kilometer zurückzulegen, um einmal die Welt zu umrunden. Die Kilometer können auf einer Website eintragen werden, auf der immer der aktuelle Stand zu sehen ist. Dabei ist es egal, ob diese Kilometer gelaufen, mit dem Rad oder mit Inlineskates zurückgelegt werden. "Es wird sehr gut angenommen", sagt Schmidt. Eltern fänden die Aktion super, bis jetzt gebe es ausschließlich positives Feedback. Auch stellvertretende Schulleiterin Greta Schicker ist glücklich über die Aktion. "Es ist eine sehr schöne Idee der Sportler", sagt sie. Das Großartige daran sei, dass es Schüler aktiviert, nicht nur zuhause rumzusitzen. Vor allem jetzt, während die Schule auf den Kernunterricht zurückgeschrumpft ist, sei diese Aktion besonders wichtig. "Die Schule lebt ja normalerweise von vielen Aktivitäten abseits des Unterrichts", sagt Schicker.

Das ursprüngliche Ziel ist es laut Schmidt gewesen, die Welt bis zu den Pfingstferien umrundet zu haben, doch das werde sich nicht ausgehen. Grund dafür sei die schwierige Gestaltung des Informationsflusses zu den Schülern und ein Verzug mit der Homepage. "Nach den Pfingstferien haben wir es dann hoffentlich", sagt Schmidt. Spender gebe es schon viele und das sei ja besonders wichtig. Die gesammelten Spenden gehen nach Abschluss der Weltumrundung an die Partnerschule des Gymnasiums in Südafrika. Vor allem das Theater an der Schule verbinde die zwei Schulen.

"Als uns die Nachricht erreicht hat, dass in Südafrika die Schulen dicht machen, wollten wir helfen", sagt die stellvertretende Schulleiterin. Von der Schulschließung sei nicht nur der Unterricht betroffen, sondern auch die Schulspeisung. Diese biete den Kindern oft die einzig warme Mahlzeit am Tag. "Das ist ein enormes Problem", sagt Schicker. Die Eersterevier Secondary School organisiert nun eine Lebensmittelausgabe und verwendet die Spendengelder, um Schüler und Familien in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen.

© SZ vom 27.05.2020 / setr

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