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SZ-Serie: Wahlgesänge:Tsu-Party

Wahlkampf auf Mongolisch

Ochmaa Göbel fühlt sich der Heimat verbunden - der alten wie der neuen. Die Frau von Landrat Christoph Göbel (CSU) stammt aus der Mongolei, trägt gerne Tracht und bringt den Söhnen ihre Muttersprache bei. Genau so gern trägt sie an ihrem Wohnort Gräfelfing Dirndl, wo sie auf der CSU-Liste für den Gemeinderat steht. Da passt es, dass Ochmaa Göbel beide Welten in ihrem Wahlkampf sprachlich miteinander verbindet und ihre Facebook-Posts auf Deutsch und Mongolisch verfasst. Im Reiche Dschingis Khans soll man schon wissen, wie Demokratie im Alpenvorland funktioniert. Und wer weiß: Möglicherweise ist sie nicht die einzige Wahlberechtigte mongolischer Herkunft in Gräfelfing, die der "Tsu-Party" ihre Stimme geben kann - so übersetzt Facebook in Göbels jüngstem Post den Parteinamen. Das versteht man gerade noch. Aber was bedeutet: "In der Tsu-Party unserer Stadt wurde für 24 Personen als ,Kandidat' Kandidat ausgewählt, und wir posten, dass sie offiziell mit anderen Sumpf nominieren, die offiziell als lokale Wahl der Provinz nominiert werden." Das sollte Frau Göbel besser selbst übersetzen.

An dieser Stelle spießt die SZ bis zum Wahltag am 15. März Kuriositäten und Besonderheiten im Kommunalwahlkampf auf.