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Garchinger Atommüll:Protest zum Tschernobyl-Tag

Grüne kritisieren Garchinger Atommüll-Transporte

Garching - Anlässlich des 32. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl haben die Garchinger Grünen-Stadträte Ingrid Wundrak, Werner Landmann und Hans-Peter Adolf sowie Grünen-Landtagskandidatin Claudia Köhler am Donnerstag vor Fahrlässigkeiten beim Abtransport des Atommülls aus Garching gewarnt. Aus dem Forschungsreaktor sollen im Laufe des Jahres abgebrannte Brennelemente in ein Zwischenlager nach Ahaus in Nordrhein-Westfalen transportiert werden. Nach Ansicht der Grünen ist der Atommüll jedoch nicht für ein Zwischenlager geeignet. Die benutzten Brennelemente seien wegen des hoch angereicherten Urans, das in Garching verwendet werde, noch immer geeignet, um Atomwaffen herzustellen.

Auch die Kreis-Grünen warnen vor dem Atommüll aus Garching. "Niemand weiß, wohin mit dem Atommüll", kritisiert Kreisvorsitzender Volker Leib. "Ein Endlager wird seit über 50 Jahren gesucht und ist noch nicht gefunden, während sich der hoch radioaktive Müll in Zwischenlagern stapelt." Die Co-Kreisvorsitzende Sabine Pilsinger rief Verbraucher zum Tschernobyl-Jahrestag am Donnerstag dazu auf, den "Atomausstieg einfach selber machen" und den Stromanbieter zu wechseln. Der Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter sei kinderleicht. "So kann man sicher sein, den persönlichen Atomausstieg geschafft zu haben und die Energiewende voranbringen." In der nordrhein-westfälischen Stadt Ahaus wehren sich die Einwohner gegen die Atomtransporte aus Bayern. SZ