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Im Stadion:SPD fordert Olympiamuseum

Die SPD-Fraktion im Rathaus setzt sich für ein Museum im Olympiastadion ein. In einem Stadtratsantrag fordern die Sozialdemokraten, dass die Sanierung des Olympiastadions genutzt werden soll, um dort auch Räume für eine Dauerausstellung zu errichten. Das Museum soll sich mit der Entstehung des Olympiaparks, mit seiner Architektur und mit den Olympischen Sommerspielen 1972 befassen. Dabei soll auch das Attentat auf die israelische Mannschaft in einem würdigen Rahmen berücksichtigt werden, wie es in dem Stadtratsantrag heißt.

"Die Olympischen Sommerspiele 1972 und das schreckliche Attentat auf die israelische Mannschaft haben nicht nur München tief geprägt", sagt die sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Verena Dietl. "Umso erstaunlicher ist es, dass es in unserer Stadt bis heute kein Museum gibt, das sich mit den historischen Ereignissen von damals beschäftigt. Das Olympiastadion ist als Standort dafür prädestiniert." Christine Strobl (SPD) hatte bereits vor einigen Monaten vorgeschlagen, dass man das Museum im Zwischengeschoss des Olympiastadions einrichten könnte. Olympiapark-Geschäftsführer Arno Hartung hatte dabei vorgeschlagen, auch das Rockmuseum dort zu integrieren, das bisher noch im Olympiaturm untergebracht ist.

Das Olympiastadion soll für etwa 76 Millionen Euro saniert werden. Die SPD-Fraktion fordert die Stadtverwaltung nun auf, eine erste Konzeption für eine Ausstellung zu entwickeln und zu prüfen, inwieweit das Olympiastadion für ein Museum genutzt werden könnte.

© SZ vom 06.08.2015 / inra
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