Hochzeit kein Schutz:Beckstein will U-Bahn-Schläger abschieben

Bayerns Ministerpräsident Beckstein will wieder einmal hart durchgreifen: Der verurteilte U-Bahn-Schläger Serkan A. soll trotz seiner Hochzeit mit einer Deutschen ausgewiesen werden.

Der wegen Mordversuchs an einem Rentner verurteilte U-Bahn-Schläger Serkan A. soll trotz seiner geplanter Hochzeit mit einer Deutschen abgeschoben werden. "Ich bin überzeugt, dass auch nach der Eheschließung die Ausweisung möglich ist", sagte der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein im RTL Nachtjournal.

Hochzeit kein Schutz: Beckstein will ihn trotz seiner Hochzeit mit einer Deutschen abschieben: U-Bahn-Schläger Serkan A.

Beckstein will ihn trotz seiner Hochzeit mit einer Deutschen abschieben: U-Bahn-Schläger Serkan A.

(Foto: Foto: AP)

"Jedenfalls wird Bayern es ausloten, ob es möglich ist, so jemanden trotz aller möglichen Tricks auch aus dem Land zu bringen", erklärte der CSU-Politiker.

Wenn jemand in Deutschland lebe, die Gesetze missachte und trotz 30 Erziehungsmaßnahmen auf Kosten des Steuerzahlers "einen 79-Jährigen niederschlägt, 'Scheiß Deutsche' brüllt und auf den Kopf einhaut wie auf einen Fußball, so jemand hat in diesem Land nichts zu suchen, der gehört bestraft und ausgewiesen", sagte Beckstein. "Wir sind weltoffen, aber lassen uns nicht auf der Nase herumtanzen."

Serkan A., der nach den Plänen in die Türkei abgeschoben werden soll, ist wegen eines brutalen Überfalls auf einen Rentner Ende 2007 zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Die Revision vor dem Bundesgerichtshof läuft. Zusammen mit seiner deutschen Verlobten hat A. eine Tochter, die die deutsche Staatsbürgerschaft hat.

Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB