Georg Elser:Allein gegen Hitler

Am 8. November 1939 versuchte Georg Elser im Bürgerbräukeller Adolf Hitler zu töten. München hat sich lange schwer getan mit dem mutigen Einzelkämpfer, der alle Ausreden der Gesellschaft zunichte machte.

6 Bilder

Georg Elser

Quelle: SZ

1 / 6

Georg Elser ist ein einfacher Schreiner aus Königsbronn in Württemberg. Bis zum Jahr 1938 führt er ein Leben, das normaler kaum sein könnte. Dann beschließt er Adolf Hitler auszuschalten - ganz allein. Hitler bedeute für Deutschland Krieg, sagt er. Mit seiner Bombe will Elser wenigstens "ein noch größeres Blutvergießen" verhindern. Am Ende fehlen ihm 13 Minuten.

Foto: dpa

Georg Elser

Quelle: SZ

2 / 6

Am 8. November 1939, spricht der "Führer" zum Jahrestag des Hitlerputsches 1923 im Bürgerbräukeller in der Rosenheimer Straße in Haidhausen. Elser verschafft sich Zugang zum Veranstaltungsraum und installiert dort in nächtelanger Arbeit einen Sprengkörper mit Zeitzünder in einer Säule. Um 21.20 Uhr explodiert die Bombe, die den "Führer" töten soll ...

Foto: dpa

Georg Elser

Quelle: SZ

3 / 6

Acht Menschen sterben, unter ihnen sieben Mitglieder der NSDAP, 63 werden verletzt. Der Keller ist stark beschädigt. Hitler indes überlebt - unverletzt. Wegen des schlechten Wetters muss er die Bahn nehmen und verlässt den Saal früher als vorgesehen. Georg Elser wird schließlich auf der Flucht in die Schweiz in Konstanz von der Gestapo aufgegriffen - zufällig.

Foto: dpa

Georg Elser

Quelle: SZ

4 / 6

Nach tagelangen Verhören gesteht er das Attentat und seine Absicht, damit den Weg zu einem europäischen Frieden ebnen zu wollen. Er erklärt der Gestapo den Mechanismus seiner Bombe. Der Widerstandskämpfer Georg Elser wird fortan im KZ Sachsenhausen, später im KZ Dachau gefangengehalten, wo er am 9. April 1945, wenige Wochen vor Kriegsende, auf Hitlers Befehl hin erschossen wird.

Foto: Bayerische Staatsbibliothek

Georg Elser

Quelle: SZ

5 / 6

Die Münchner tuen sich nach dem Krieg schwer mit der Erinnerung an einen, der mit seiner Tat alle Ausreden der Gesellschaft, man hätte nichts tun können, zunichte macht. Sollte dieser ungebildete schwäbische Schreiner wirklich der erste und für lange Zeit der einzige sein, der die Katastrophe hat kommen sehen? Aktionskünstler Wolfram Kastner macht im Jahr 2000 auf die verdrängte Vergangenheit sichtbar.

Foto: Rumpf

Georg Elser

Quelle: SZ

6 / 6

Doch das Gedenken an den mutigen Einzelkämpfer aus einfach Verhältnissen ist lange keine Selbstverständlichkeit. 50 Jahre vergehen, bis in der Rosenheimer Straße eine Gedenktafel an das Attentat erinnert. Und auch den Georg-Elser-Platz in der Maxvorstadt gibt es erst seit 1997. Nun jährt sich Georg Elsners Hitler-Attentat zum 70. Mal.

Foto: Haas

(sueddeutsche.de/afis/sonn/lala)

© SZ.de
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB