Gedenkstätten:Am Wendepunkt

Wie lässt sich das Interesse an der Auseinandersetzung mit der Nazi-Vergangenheit hochhalten? Darauf finden Ausstellungsmacher neue Antworten. Zumindest allmählich.

Von Franziska Brüning

Gedenken oder vergessen? Wenn es um die Nazi-Vergangenheit geht, scheinen die Deutschen nicht zu wissen, was sie wollen. Laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung zum Verhältnis zwischen Deutschland und Israel möchten 58 Prozent der befragten Deutschen einen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen. Sie meinen: 70 Jahre nach Kriegsende sollte man nicht mehr so viel über die Judenverfolgung reden. Auf der anderen Seite verzeichnen alle KZ-Gedenkstätten und NS-Dokumentationszentren in Deutschland steigende Besucherzahlen - aus dem Inland wie aus dem Ausland. Und das, obwohl seit den Neunzigerjahren immer mehr Orte entstehen, an denen man sich mit der NS-Zeit auseinandersetzen kann. Wer das Interesse der einen wiedergewinnen und das der anderen erhalten möchte, muss dafür sorgen, dass die NS-Zeit nicht als ein historisches, sondern als ein Menschheitsthema begriffen wird, das alle etwas angeht.

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