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Reden wir über:Corona-Hotspot im Altenheim

Bürgermeister Martin Schäfer über das Verhältnis zur Gemeinde

Interview von Erich C. Setzwein

Mit einem Reihentest sollte am Mittwoch im Altenheim Sankt Anton in Gröbenzell herausgefunden werden, wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat. 49 Bewohner sind oder waren infiziert, 25 von ihnen gelten als genesen, sechs sind gestorben. Bei sieben Bewohnern verlief ein Schnelltest positiv. 25 Mitarbeiter sind ebenfalls infiziert. Das Haus wird von der Caritas betrieben und ist derzeit für Besucher geschlossen. Die SZ wollte von Gröbenzells Bürgermeister Martin Schäfer () wissen, wie er die Situation einschätzt.

SZ: Herr Schäfer, wie werden Sie über den jeweils aktuellen Stand im Altenheim informiert?

Martin Schäfer: Mit dem Caritas-Altenheim Sankt Anton stehen wir bezüglich der Belegungsrechte in Kontakt. Tagesaktuelle Fallzahlen zu Corona-Infektionen sind uns nicht bekannt. Die Zuständigkeit liegt wie bei allen Fällen beim Gesundheitsamt des Landkreises Fürstenfeldbruck.

Sind Sie in irgendeiner Weise um Hilfe gebeten worden?

Die Caritas ist ein eigenständiger Träger und agiert unabhängig von der Gemeinde. Wie bei allen örtlichen Trägern ist der Ansprechpartner das Gesundheitsamt, die Vorgaben kommen von den Ministerien und sind im Infektionsschutzgesetz verankert.

Welchen Eindruck haben Sie vom offenen Besuchskonzept der Caritas und den Hygienemaßnahmen?

Der Träger des Altenheims ist die Caritas. Das Konzept wird durch den Träger vorgegeben und individuell an das Wohnheim und die Situation angepasst. Wir gehen davon aus, dass die geltenden Hygienevorschriften eingehalten werden.

Welche Information bekommen Sie von Angehörigen der Heimbewohner?

Angehörige von Heimbewohnern haben sich bisher nicht an die Gemeinde gewandt.

© SZ vom 26.11.2020
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