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Kreatives in Fürstenfeldbruck:Spazieren durch kunstvolle Gärten

Die Künstler sind immer für Gespräche mit den Besuchern offen, so auch Monika Hunbert bei Kunst im Garten im vergangenen Jahr. In einigen Gärten werden Pavillons aufgestellt, um auch bei Regen ein entspanntes Ausstellungserlebnis zu ermöglichen.

(Foto: Günther Reger)

In Gröbenzell, Puchheim und Lochhausen öffnen am Wochenende Besitzer ihre Grünflächen für Kreative. Besucher können so durch die Straßen flanieren und hinter den Zäunen viele Überraschungen entdecken

Von Nadine Schrödl

Gröbenzell/PuchheimZum 18. Mal öffnen Gartenbesitzer in Gröbenzell, Puchheim und Lochhausen ihre Gärten, um mehr als 80 Künstlern die Möglichkeit zu bieten, ihre Arbeiten auszustellen. Am Samstag, 19. Juni, von 14 bis 19 Uhr und am Sonntag, 20. Juni, von 10 bis 18 Uhr können die 17 Gärten, die sich an der "Kunst im Garten" beteiligen, besucht werden. Einige der Gärten sind an beiden Tagen geöffnet, andere stellen nur am Sonntag aus.

Unter Gartenlauben, Pavillons oder freiem Himmel kann durch die Kunstausstellungen spaziert werden. Zu bestaunen, aber auch zu erwerben, gibt es verschiedenste Stilrichtungen der Malerei, Unikate aus Glas, Keramik, Filz, Leinen, sowie Schmuck, Skulpturen, Dekoartikel und vieles mehr. "Das Angebot geht querbeet durch den Garten", fasst es die Organisatorin von Kunst im Garten, Monika Heid, zusammen. Selbst stellt Heid Aquarell- und Acrylgemälde und Tonarbeiten aus. Heid organisiert zwar die Veranstaltung, ausstellungswillige Künstler mussten sich aber bei den Gartenbesitzern selbst melden. Welche Künstler in welchem Garten ihren Stand aufbauen dürfen, entscheiden somit die Besitzer der Gärten.

Da viele der Gärten nah beieinander liegen, kann man bei einem Spaziergang gleich mehrere der Ausstellungen anschauen. In der Kreuzbreitlstraße in Gröbenzell etwa, stellen Künstlerinnen und Künstler in zwei nebeneinander liegenden Gärten aus. Bei Astrid Draeger versammeln sich die meisten Ausstellungen. Zwölf Künstler zeigen dort ihre Werke dem Publikum. Zu bestaunen und erstatten gibt es da ein breites Sortiment von handgefilzten Tieren und Minimagneten über No-Waste/Upcycling-Produkte und Treibholz-Mosaik-Kunst bis zu Naturschmuck. Einige Häuser weiter im Garten von Monika Hubert zeigen die Künstler Acrylbilder, Garten- und Zierkeramik, sowie selbst genähte Deko- und Geschenkideen. Eine Straße weiter, in Heinrich-Häberle-Straße, öffnen ebenfalls zwei Gärten ihre Tore. Der Garten von Monika Heid steht ganz Zeichen der Malerei. Von Aquarellen und Acryl- über Portrait- und Aktmalerei bis zu Zirkelgrafiken ist alles zu sehen. Nebenan bei Else Lenz werden Steinschmuck, Mosaikarbeiten und Holzskulpturen ausgestellt.

Begonnen habe die Ausstellung 2003 mit nur drei Gärten, mittlerweile sind bis zu 18 mit dabei. Es seien sogar noch viel mehr Menschen bereit, ihren Garten den Künstlerinnen und Künstlern zur Verfügung stellen, "aber mehr als jetzt können wir nicht aufnehmen weil es sonst zu unübersichtlich wird", sagt Heid. Nur wenn ein Gartenbesitzer kurzfristig absagt, könne sie jemand anderem den Platz anbieten. "Die Leute stehen Schlange, um ihren Garten anzubieten", sagt sie. Die Besitzer der Gärten laden nicht nur Künstler ein, sondern stellen auch selbst im eigenen Garten aus. Auf jeder Grünfläche finden daher Ausstellungen von zwischen zwei bis zwölf Künstlerinnen und Künstlern statt, je nach Größe des Gartens.

Kunst im Garten ziehe jedes Jahre viele Besucher an. Sogar aus Augsburg, Landberg oder Memmingen würden einige Leute anreisen, um durch die Gärten zu schlendern, sagt Heid. Schließlich gibt es einiges zu sehen. Neben der Kunst können auch die unterschiedlich gestalteten Gärten bewundert werden und Besitzer, Künstler und andere Besuchen sind immer für ein Gespräch offen. Das Konzept sei sehr beliebt, auch andere Städten haben es schon übernommen, sagt die Organisatorin. Selbst bei Regen kämen die Besucher, da in einigen Gärten die Kunst überdacht ausgestellt wird. Welche Gärten dem Wetter trotzen, lässt sich dem Lageplan entnehmen.

Auch in der Corona-Pandemie habe die Teilnahmebereitschaft nicht abgenommen. Besucherinnen und Besucher werden allerdings gebeten, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen, sich an den Eingängen die Hände zu desinfizieren und den Mindestabstand von eineinhalb Metern einzuhalten. Der Eintritt in die Gärten ist frei.

Weitere Informationen und einen Lageplan mit den genauen Adressen der teilnehmenden Gärten mit den ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern gibt es unter kunst-im-garten-groebenzell.de

© SZ vom 17.06.2021
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