Kottgeisering:Elektro-Leihauto für Kottgeisering

Lesezeit: 2 min

Angebot der Gemeinde gilt vorerst nur ein halbes Jahr lang

Von Manfred Amann, Kottgeisering

Nach den Nachbarn Grafrath und Schöngeising stellt nun auch Kottgeisering, mit rund 1600 Einwohnern die kleinste Kommune in der Verwaltungsgemeinschaft Grafrath (VG), seinen Bürgern ein Elektro-Leihauto zur zeitweisen Ausleihe bereit. Betreiber ist wie in den anderen VG-Kommunen die Firma Teilzeug, die auch den Renault Zoe zur Verfügung stellt. Das Fahrzeug trägt die Bezeichnung "KoCar" für Kottgeisering Carsharing. Das Angebot gilt allerdings vorerst nur für ein halbes Jahr.

Nachdem die "Tankuhren" im Rathaus montiert waren, konnte das Projekt noch vor Weihnachten starten. "Es ist für die kleine Gemeinde nicht einfach, so ein Projekt zu organisieren", sagt Bürgermeister Andreas Folger, der sich zusammen mit der Umweltreferentin der Gemeinde, Sylvia Summerer, bei der Übergabe des Autos von Oliver Weiß, dem Betreuer des Unternehmens Teilzeug, in das Procedere einweisen ließ. Wer das Angebot testen will, kann sich bei der Gemeinde oder direkt über die Homepage www.teilzeug.de anmelden. Für die Gemeinde kümmert sich Bauhofmitarbeiter Markus Schmitt um das Elektro-Auto. Die Kosten für die Ausleihe, die über Handy vereinbart wird, beziffert Folger mit 3,50 Euro je Leihstunde. Hinzukommen noch 25 Cent je gefahrenen Kilometer. Zwei Parkplätze vor dem Kottgeisinger Rathaus sind fortan für Stromer reserviert.

Die dort errichtete Stromtankstelle mit zwei Ladepunkten ist nämlich öffentlich zugänglich und nicht nur dazu da, die Batterie des "KoCar" laden zu können. "Wir wollen auch anderen Elektroauto-Fahrern die Möglichkeit geben, ihr Fahrzeug in der Gemeinde zu tanken und damit einen Beitrag zur Mobilwende leisten", erklärt Folger. Der Rathauschefchef hofft nun auf eine rege Nachfrage, denn nur, wenn das Auto häufig genutzt wird, kann das Angebot zu einer Dauereinrichtung werden. "Die Bürger haben es nun selbst in der Hand, ob wir darauf eine Dauereinrichtung machen können. Wenn das KoCar die meiste Zeit nur rumsteht, wird es ein Draufzahlgeschäft, das sich die Gemeinde auf Dauer nicht leisten kann", lautet sein Appell an die Bürger.

Seine Hoffnung setzt Folger auf neue Kunden, die sich kein eigenes (Zweit-) Auto leisten wollen, aber auch auf Nutzer, die bislang bei Bedarf das "Rasso-Car" der Nachbargemeinde anmieteten. Das Kottgeiseringer Angebot "steht sicherlich in Konkurrenz zum Grafrather", weiß der Bürgermeister. Für die Interessenten seiner Gemeinde bedeute das KoCar aber kürzere Anfahrtswege und damit weniger Zeitaufwand. Mit den anderen VG-Kommunen sei vereinbart worden, bei großer Nachfrage auch auf deren Autos zurückgreifen zu können. Die Installationskosten für die Tank-Box belaufen sich laut Theresa Reichlmayr von der VG-Finanzverwaltung auf rund 8000 Euro. Wie hoch die staatliche Förderung für die öffentlich zugänglich Tank-stelle ausfallen wird, muss noch geklärt werden.

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