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Investitionen:Teure Kinderbetreuung

Neues Gebäude kostet Alling wohl mehr als zwei Millionen Euro

Die Finanzplanung der Gemeinde Alling orientiert sich wegen des Bedarfs an Betreuungsplätzen und der Frist, eine optimale Förderung zu bekommen, am geplanten Bau eines Kinderbetreuungsgebäudes. Auch wenn die erste Kostenschätzung von bis zu sieben Millionen Euro vielleicht etwas hoch gegriffen ist und der staatliche Zuschuss bei etwa 70 Prozent liegen könnte, mehr als zwei Millionen wird Alling dennoch selber schultern müssen. Das Projekt ist trotz guter Finanzlage eine hohe Belastung, die man laut Kämmerei nicht ohne Kreditaufnahme werde bewältigen können. Je weniger Geld anderweitig verplant werde, desto geringer werde die Kredithöhe ausfallen. Im Gemeinderat herrscht jedoch Einvernehmen darüber, dass andere wichtige Planungen wie die Sanierung und Erweiterung der Aussegnungshalle oder die Restaurierung des Kriegerdenkmals in Biburg dennoch realisiert sowie die Unterstützung von Vereinen nicht eingeschränkt werden soll.

Die Kämmerei rechnet mit einer um etwa 300000 Euro auf 3,5 Millionen steigende Gewerbesteuer, die damit weiterhin die höchste Einnahmequelle darstellt. Von der Beteiligung an der Einkommensteuer wird ebenfalls eine Zunahme in etwa gleicher Höhe auf etwas über 3,3 Millionen erwartet. Bürgermeister Frederik Röder und Finanzreferent Hermann Dejako (beide CSU) sehen in den Zahlen die "umsichtige und dennoch moderate Entwicklungspolitik" abgebildet und rechnen im Verwaltungsetat mit einem Überschuss von mehr als 1,1 Millionen.

Als kostenintensivstes Projekt steht mit etwa 450 000 Euro der Ausbau des Kreuzungsbereiches Staats-/Waldstraße/ Steinlacher Weg an. Höhere Beträge sind zudem für den Bau einer Linksabbiegespur in der Staatsstraße in das geplante Mischgebiet am östlichen Ortsausgang, für eine neue Bauhofhalle sowie für die Erweiterung des Rathauses reserviert, die heuer mit dem Abriss des Zwischenbaus beginnen soll. Vorgesehen ist zudem, einen barrierefreien Zugang zum Bürgerhaus zu schaffen.

Um neue Einnahmenquellen zu erschließen, regte Werner Neumann (FW) an, künftig in den Grunderwerb zu investieren, um aus dem späteren Weiterverkauf als Bau- oder Gewerbeland Gewinne ziehen zu können. Ludwig Stecher (DG Biburg-Holzhausen) mahnte an, den Ausbau des Radwegenetzes im Gemeindebereich nicht zu vernachlässigen. SPD-Gemeinderat Hubert Winkler nannte den Etat "solide", der nicht nur die diesjährigen Anforderungen, sondern auch die der kommenden Jahre im Blick habe. Ingrid Schilling (Bürgerschaft Alling) würdigte den Haushalt als "nachhaltig und zukunftsorientiert", währen Johann Schröder (parteifrei) mahnte, auf "ein vernünftiges Verhältnis zwischen Aufgabenfülle und Personalausgaben zu achten.

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