Spaziergang und Schnäppchenjagd Flohmarkt vor der Haustüre

Wer im Gröbenzeller Süden wohnt, kann an diesem Sonntag auf ein kleines Geschäft vor der eigenen Haustüre hoffen. Dort finden die nächsten Hofflohmärkte statt, der Norden der Gemeinde ist im Juli dran.

(Foto: Günther Reger)

In Gröbenzell und Fürstenfeldbruck lässt sich am Sonntag wieder ein Spaziergang mit einer Schnäppchenjagd verbinden. In mehr als 275 Höfen, Garagen und Vorgärten bieten Privatleute ausrangierte Dinge an

Von Leonie Albrecht, Fürstenfeldbruck/Gröbenzell

Bunte Luftballons, Plakate und Girlanden werden an diesem Sonntag, 26. Mai, Fürstenfeldbruck und Gröbenzell schmücken und so den Weg zu den Hofflohmärkten kennzeichnen. Die teilnehmenden Haushalte verkaufen in ihren Höfen, Garagen und Vorgärten ihre aussortierten Dinge. Echte Trödelschätze und außergewöhnliche Schnäppchen können hier gefunden werden. Rund 100 Höfe haben sich über die Plattform Hofflohmärkte zum Verkauf in Fürstenfeldbruck angemeldet. "Die Nachbarschaft gibt sich immer viel Mühe und gestaltet ihre Einfahrten und Höfe sehr liebevoll", sagt René Götz, der die Flohmärkte vor gut 15 Jahren in München gründete. Seit rund fünf Jahren gibt es die Hofflohmärkte nun in Fürstenfeldbruck, dieses Jahr finden sie zum ersten Mal an einem Sonntag von 11 bis 16 Uhr statt. Wer selbst verkaufen möchte, kann kostenlos an den Flohmärkten teilnehmen, es wird nur ein Hof, Garten oder eine Garage benötigt. Auf Gehwegen und öffentlichen Flächen darf nicht verkauft werden.

Auf einem Lageplan sind alle angemeldeten Haushalte eingezeichnet, dieser liegt in den Restaurants Martha Pizzarei, Bottles'n'Burgers und Vierwasser aus. Er kann aber auch unter www.hoflohmaerkte-muenchen.de abgerufen und ausgedruckt werden. Auch wenn der Plan bereits steht, hofft Götz, dass noch viele weitere Haushalte spontan teilnehmen. "Holt eure Nachbarn ins Boot. Macht die Nachbarschaft bunt und lebendig!"

Im Gröbenzeller Süden finden die Flohmärkte von 10 bis 17 Uhr unter dem Motto "Neue Ecken entdecken" statt. Aber die Veranstaltung dreht sich nicht nur um Kauf und Verkauf. "Für manche geht es um Nachhaltigkeit, aber auch das soziale Zusammensein ist wichtig", sagt Vukašin Latinović. Er ist der Inhaber des Fotostudios Fotobude und hat die Veranstaltung in Gröbenzell 2014 ins Leben gerufen. In München habe er die Idee entdeckt. An den Hofflohmärkten können alle Einwohner aus dem Süden Gröbenzells teilnehmen. "Beim ersten Flohmarkt waren es etwa 40 Teilnehmer", erinnert sich Latinović. "In diesem Jahr sind jetzt schon 175 angemeldet!" Das Teilnahmeformular und eine Gebühr von zwölf Euro pro Hausnummer sind in der Fotobude abzugeben. In Mehrfamilienhäusern ist also nur eine Anmeldung nötig, unabhängig davon, wie viele Personen verkaufen. Alle teilnehmenden Haushalte werden online in einen Ortsplan eingetragen und erhalten bunte Luftballons, damit sie von den Besuchern gefunden werden.

Latinović wird auch über die Flohmärkte schlendern. Einen eigenen Stand hat er nicht, da er im Norden Gröbenzells wohnt. Am 21. Juli werden dort aber die nächsten Hofflohmärkte stattfinden. "Die Menschen sollen aufeinander treffen und unbekannte Ecken kennenlernen", erklärt Latinović die Aufteilung der Flohmärkte in Süd und Nord. "Jedes Jahr höre ich Geschichten, wie sich neue Bekanntschaften gebildet haben." Die Einwohner sollen in Kontakt kommen und ihre Nachbarn besser kennenlernen. Im Vergleich zu konventionellen Flohmärkten sei der Verkauf im eigenen Garten außerdem mit weniger Aufwand verbunden. Noch bis spätestens Samstagabend können sich Interessierte anmelden, der Flohmarkt findet bei jedem Wetter statt. Weitere Informationen zur Anmeldung und eine Karte der teilnehmenden Haushalte gibt es unter www.hofflohmarkt-groebenzell.de und in der Fotobude (Bahnhofsstraße 26).

Hofflohmärkte, Sonntag, 26. Mai. Fürstenfeldbruck, 11 bis 16 Uhr, Informationen und Lageplan unter www.hofflohmaerkte-muenchen.de; Gröbenzell, 10 bis 17 Uhr, Anmeldung und Lageplan unter www.hofflohmarkt-groebenzell.de.