Germering:Rundgang durch das Gerippe

Germering: Stadträte aller Fraktionen und Oberbürgermeister Andreas Haas lassen sich vom Architekten über die Baustelle führen.

Stadträte aller Fraktionen und Oberbürgermeister Andreas Haas lassen sich vom Architekten über die Baustelle führen.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

Die Sanierung der Germeringer Wittelsbacherschule schreitet trotz Kostensteigerung voran

Von Karl-Wilhelm Götte, Germering

Erst kürzlich musste der Germeringer Stadtrat einen stattlichen Aufpreis - Kostenmehrung genannt - für die Sanierung und Erweiterung der Wittelsbacherschule in Höhe von knapp fünf Millionen Euro genehmigen. Jetzt sind die Gesamtkosten des Projektes bei 44,3 Millionen Euro angekommen. "Gestartet sind wir mal mit 33 Millionen Euro", erzählt Katja Wolz, die im Bauamt der Stadt für den Hochbau zuständig ist und bei einem Rundgang über die Baustelle dabei ist. Der Projektbeschluss war im Herbst 2017. Jetzt hoffen Wolz und die Stadt darauf, dass keine weiteren Kosten mehr anfallen werden. Ganz ausschließen konnte das Architekt Peter Oppenheimer aus Geretsried jedoch nicht, sind doch die Baupreise ständig in Bewegung.

Die Front an der Wittelsbacherstraße ist bereits fertiggestellt. Die zwei Einfachsporthallen und die Betreuungsbrücke konnten die Schülerinnen und Schüler schon zum Schuljahr 2020/2021, soweit sie wegen Corona in der Schule sein konnten, in Besitz nehmen. Weiter hinten gibt es noch einiges zu tun, damit die Schüler der Mittelschule ab Herbst 2022 endgültig in ihr neues Gebäude einziehen können. Der Weg der Begehung samt vielen Stadträten aller Fraktionen und Oberbürgermeister Andreas Haas (CSU) führt durch Rohbauten. Zunächst durch den neuen Anbau. Oppenheimer beschreibt zwischen Neubau und dem zu sanierenden Altbau die neue Pausenhalle. "Eine große Tür auf beiden Bauseiten schafft zusätzliches Licht in der Halle", so der Architekt. "Ein großer Flur verbindet alle Schularten." Die Pausenhalle werde überdacht und auch für Veranstaltungen nutzbar sein. "Hier kann der Schulzusammenhalt gelebt werden", zeigt sich Oppenheimer überzeugt.

Der Altbestand der Schule stammt aus dem Jahre 1965. Entsprechend notwendig ist die Ertüchtigung der Bausubstanz bei der Sanierung. Unvorhergesehenes tauchte auf, so mussten auf allen Geschossen neue Schwerlaststützen eingezogen werden, die höhere Kosten verursachten, genauso wie neue Säulenelemente im Treppenhaus. Im Keller wird ein neuer Werk- und Musikraum entstehen. Dazu kommt eine Lehrküche. Probleme bereiteten dort auch die alten Rippendecken. "Die reichen für den Brandschutz nicht mehr", erläuterte Oppenheimer. Die Decke wird um 40 Zentimeter dicker werden. Die Küche wird vergrößert, um die höhere Nachfrage nach Mittagessen zu befriedigen. Die Mensa ist ein Stockwerk drüber. Insgesamt findet die Schule auf drei Etagen Platz. Ganz oben drauf wird noch eine Hausmeisterwohnung in Holzbauweise entstehen.

Im August soll der Trockenbau beginnen, so der Zeitplan, den der Architekt skizziert. Ein Problem sieht Oppenheimer noch auf sich zukommen, wenn die Fenster getauscht werden müssen. Hier gibt es zurzeit enorme Beschaffungsprobleme. Dabei müssen im Gebäude noch 250 Fenster ausgetauscht werden. Das soll im März und April kommenden Jahres passieren. Trotzdem ist Oppenheimer zuversichtlich, dass die Schüler nach den Herbstferien 2022 einziehen können und nicht frieren werden. "Vielleicht wird es auch erst zu den Weihnachtsferien sein", beschreibt er dann doch noch eine Alternative. Die Außenanlagen werden Anfang 2023 fertiggestellt. Im Grundschulgebäude sollen zuvor noch letzte Umbauen und Anpassungen im Bereich Verwaltung/Lehrerzimmer, Werkräume und Lehrküche vorgenommen werden.

© SZ vom 28.07.2021
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