Germering:Große Künstler zum Jubiläum

Faure Quartett

Beim Fauré Quartett entscheiden die Besucher das Programm des Abends - 25 Werke stehen zur Auswahl.

(Foto: Tim Klöckner/oh)

Die Stadthalle präsentiert das Programm zu zehn Jahren Klassikreihe

Von Florian J. Haamann, Germering

Die Klassikreihe der Germeringer Stadthalle feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Deshalb hat Stadthallenchefin Medea Schmitt trotz aller Unsicherheiten, die das kulturelle Leben aktuell begleiten, ein Programm aus fünf Konzerten mit hochkarätigen Ensembles und international gefragten Solisten zusammengestellt. Durch die aktuellen Corona-Maßnahmen ist die Zahl der Sitzplätze im Orlandosaal natürlich weiterhin stark reduziert. Deshalb ist die Klassikreihe in diesem Jahr nicht als Abo erhältlich, allerdings gibt es beim Kauf von Karten für mindestens drei Konzerte einen Rabatt von 15 Prozent. Wer gleich alle fünf bucht, spart sogar 20 Prozent.

Ein gerade für Klassikkonzerte besonderes Format erwartet die Besucher gleich zum Auftakt der Reihe am Freitag, 22. Oktober. Zu Gast ist das Fauré Quartett, das heuer selbst sein 25-jähriges Bestehen feiert. Deshalb wagen sich die vier Musiker an ein Experiment und überlassen die Gestaltung des Abends dem Publikum. Bei diesem Wunschkonzert entscheiden die Besucherinnen und Besucher am Abend selbst über das Programm aus einer Auswahl von 25 ganz unterschiedlichen Werken, von Mozart bis Rachmaninow. Das Quartett ist seit seiner Gründung dafür bekannt, immer wieder neue Repertoirewelten zu erforschen. Bis heute gelten Dirk Mommertz (Klavier), Erika Geldsetzer (Violine), Sascha Frömbling (Viola) und Konstantin Heidrich (Violoncello) als Visionäre der Kammermusik.

Der Oboist Ramón Ortega Quero, der das zweite Konzert am Freitag, 4. Februar, gestaltet, gilt als einer der spannendsten Musiker seiner Generation und zählt zu den weltweit gefragtesten Instrumentalisten seines Fachs. Internationale Aufmerksamkeit als Solist erreichte der junge Spanier erstmals, als er im Jahr 2007 zum Preisträger beim ARD-Wettbewerb in München ausgerufen wurde. Im Jahr darauf wurde er zum Solo-Oboist des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks ernannt, heute ist er als Solist auf den wichtigsten Bühnen in ganz Europa und bei namhaften Orchestern weltweit zu Gast. Begleitet wird er in Germering von der Sinfonietta Cracovia, die seit 20 Jahren weltweit unterwegs ist.

Die gemeinsame Leidenschaft für Kammermusik führte Christian (Violine) und Tanja Tetzlaff (Violoncello) sowie Hanna Weinmeister (Viola) und Elisabeth Kufferath (Violine) 1994 zur Gründung eines Streichquartetts - das Tetzlaff Quartett war geboren. Seitdem sind die vier Musikerinnen und Musiker gern gesehene Gäste auf den Bühnen der Welt. Am Freitag, 18. März, sind sie mit Werken von Haydn, Mendelssohn Bartholdy und Schubert in der Stadthalle zu hören.

Alexandre Tharaud hat sich in seinen 25 Jahren als Pianist zu einem der wichtigsten Botschafter französischer Klavierkunst entwickelt. Am Freitag, 13. Mai, spielt er in Germering unter anderem Chopin und Liszt. Zum Abschluss der Reihe kommen am Sonntag, 10. Juli 2022, die Solobläser des Bayreuther Festspielorchesters nach Germering. Zu hören ist an diesem Abend natürlich Musik von Wagner mit dem Vorspiel zum Meistersinger und der Ouvertüre des fliegenden Holländers, ergänzt mit zwei Kompositionen von Richard Strauß, der Suite B-Dur op. 4 und den Sonatine Nr. 1 F-Dur. Das Pandemie-Jubiläumsprogramm kann sich also absolut sehen lassen und bietet etwa für jeden Geschmack.

Der Vorverkauf für die Germeringer Klassikreihe hat bereits begonnen, Karten gibt es ab 35 und 39 Euro online unter www.Stadthalle-Germering.de und beim SW Kartenservice unter 089/89 49 015.

© SZ vom 30.07.2021
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