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Germering:Butz-Haus muss Neubau weichen

Am Kleinen Stachus in Germering sollen neun Wohnungen entstehen

Von Karl-Wilhelm Götte, Germering

Das Schuhhaus Butz in der Nähe des "Kleinen Stachus" hat eine lange Tradition in Germering. Das sogenannte Butz-Haus steht seit Jahrzehnten an der Hartstraße 3 und gehörte zu den ersten Schuhläden am Ort. Vor einigen Jahren zog das Schuh- und Sanitätshaus mit großer Auswahl an Orthopädie-Technik in den Neubau des Germedicums an der Unteren Bahnhofstraße um. Jetzt wird das ehemalige Stammhaus der Familie Butz, das bereits seit längerer Zeit geschlossen ist, abgerissen. Statt des Gebäudes soll an gleicher Stelle ein neues Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Entwürfe für den Neubau wurden jetzt im Planungs- und Bauausschuss des Germeringer Stadtrates vorgestellt.

Neun Wohnungen sollen errichtet werden, dazu ein Laden mit 100 Quadratmeter Verkaufsfläche. So lauten die Details für das neue Gebäude in einem Antrag auf Vorbescheid eines Neubaus. Geparkt wird vorrangig in einer Tiefgarage. Das neue Gebäude wird nach den vorgestellten Entwürfen größer werden als das alte. So wird die Baugrenze im Norden um mehr als acht Meter überschritten, wie Bauamtschef Jürgen Thum erläuterte. An der Hartstraße ist eine viergeschossige Bebauung mit einem Terrassengeschoss vorgesehen. Insgesamt beträgt die Geschossfläche 1156 Quadratmeter. Das Gebäude wird zur Hartstraße hin vierstöckig sein mit einem Terrassengeschoss als Abschluss. Rückwärtig entstehen drei Geschosse, ebenfalls mit einem Terrassengeschoss ganz oben. Auch nach Süden und Osten hin weist das Bauvorhaben kleinere Überschreitungen der Baugrenzen auf.

"Diese Überschreitungen und die damit verbundenen Befreiungen halten wir für okay", sagte Bauamtsleiter Thum in der Sitzung des Ausschusses. Er bezieht sich auf vergleichbare Fälle mit Befreiungen entlang des "Kleinen Stachus" an der Unteren Bahnhofstraße und in der Otto-Wagner-Straße. Wichtig für das städtebauliche Bild sei, dass das neue Gebäude von der Höhe her mit dem Nachbargebäude harmonieren wird, sich also gut in die Umgebung einpasst, obwohl der gültige Bebauungsplan bisher im Norden nur zwei Geschosse zulasse, erläuterte der Bauamtsleiter den Stadträten. Die 14 Mitglieder des Bauausschusses und Oberbürgermeister Andreas Haas (CSU) schlossen sich den Ausführungen von Thum an und stimmten dem Vorhaben zu.

© SZ vom 24.09.2020

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