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Germering:Maschinenhalle brennt nieder

Ein Raub der Flammen wird die Maschinenenhalle eines Bauernhofes in Unterpfaffenhofen am Dienstagmittag.

(Foto: Voxbrunner Carmen)

Feuer auf Unterpfaffenhofener Bauernhof richtet einen hohen Sachschaden an

Mehr als die Skelette eines verkohlten Bulldogs und eines ausgebrannten Anhängers oder Mähdreschers sind nicht mehr vorhanden: Ein Feuer hat am Dienstagvormittag die Maschinenhalle eines landwirtschaftlichen Anwesens im Germeringer Stadtteil Unterpfaffenhofen vollkommen vernichtet. Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt.

Den verursachten Sachschaden auf dem Naßl-Bauernhof gibt das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mit 800 000 Euro an. Zur Brandursache konnten Feuerwehr und Polizei noch nichts sagen. Spekuliert wurde über einen möglichen Kurzschluss in der Halle. "Die unter der ausgebrannten Halle liegende Werkstatt wurde verschont", erklärte Einsatzleiter Max Maurer von der Feuerwehr Unterpfaffenhofen. Dort waren mehrere Traktoren und sonstige Maschinen und Fahrzeuge untergebracht. Das schnelle Eingreifen der alarmierten Feuerwehren hat Schlimmeres verhindert, so wurde auch ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Wohnhaus direkt an der Salzstraße und auch auf Nachbargebäude verhindert. Gegen 11.20 Uhr waren die Feuerwehr und die Germeringer Polizei alarmiert worden. Die enorme Rauchentwicklung war bis nach München zu sehen. "Unsere Kollegen aus Planegg haben angerufen, dass es in Germering brennt", sagte Einsatzleiter Andreas Ruch von der Germeringer Polizei.

Die Freiwillige Feuerwehr aus Unterpfaffenhofen, die nur 500 Meter entfernt liegt, war als erste zur Stelle. Unterstützt wurde sie wenig später von Freiwilligen Feuerwehren aus Germering, Puchheim-Ort, Geisenbrunn und Gilching. Auch die Kreisbrandinspektion aus Fürstenfeldbruck mit Kreisbrandrat Hubert Stefan war vor Ort. Ebenso standen das Bayerische Rote Kreuz und das BRK-Kriseninterventionsteam bereit. Der Rettungsdienst musste jedoch nicht eingreifen. Die Feuerwehr bekämpfte den Brand von vier Seiten. Auch von einer haushohen Drehleiter wurde Wasser in den Brandherd gespritzt.

"Wir sind gerade nach Hause gekommen", schilderte Lars Naßl von der betroffenen Bauersfamilie den Ablauf. Zwei Minuten später habe die benachbarte Familie geklingelt. "Bei Euch brennt's", hätten sie gerufen, so Naßl, der Schwiegersohn des Hauses. Sein Schwiegervater und dessen Ehefrau, die Eigentümer des Anwesens, waren zur Brandzeit nicht zuhause. Lars Naßl schnappte sich sofort seine beiden Kinder und lief mit ihnen nach draußen. Am gegenüberliegenden Brunnen saßen sie dann in 20 Meter Entfernung vom Wohnhaus auf einer Bank. Das kleine neun Monate alte Söhnchen schlief im Tragesitz. Die dreijährige Tochter war beim Vater auf dem Schoß, als die Feuerwehren den Brand löschten. Dazu benötigten die Einsatzkräfte etwa 40 Minuten. Am Ende mussten noch Sonderlöschmittel zum Einsatz kommen, "weil Maschinenöl ausgelaufen ist", so Einsatzleiter Maurer.

Die Hilfsbereitschaft der Nachbarn war enorm. "Wenn du etwas brauchst, komm' bitte vorbei", sagte ein Mann zu Lars Naßl. Die Germeringer Polizei, die mit 13 Beamten vor Ort war, sperrte nicht nur die Salzstraße ab. Sie war auch für eine weitere gute Nachricht zuständig. "Wir haben eine Katze gerettet", teilte Ruch, der stellvertretende Leiter der Germeringer Dienststelle, mit. Nicht mehr zu retten waren allerdings 180 Masthähnchen, die im Bereich der Scheun e untergebracht waren.