Alling:Neues Baugebiet in Biburg

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Alling: Aus Acker wird Siedlung: Im Norden von Biburg sollen Häuser mit insgesamt 35 neuen Wohnungen gebaut werden.

Aus Acker wird Siedlung: Im Norden von Biburg sollen Häuser mit insgesamt 35 neuen Wohnungen gebaut werden.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

Die Gemeinde Alling plant erstes Projekt mit der derzeit im Aufbau befindlichen interkommunalen Wohnungsbaugesellschaft

Von Manfred Amann, Alling

Die Gemeinde Alling plant am nördlichen Ortsrand von Biburg ein Neubaugebiet mit rund 35 Wohneinheiten. Auf 1,8 Hektar bislang landwirtschaftlich genutzter Fläche sollen ersten Vorstellungen zufolge im "Wohngebiet Biburg-Nord" etwa sechs Einfamilien- und ebenso viele Doppelhäuser errichtet werden. Überdies sind drei Mehrfamilienhäuser mit je sechs bis acht "bezahlbaren Mietwohnungen" geplant, deren Verwaltung nach Möglichkeit von der soeben entstehenden interkommunalen Wohnungsbaugesellschaft übernommen werden soll.

Die Wohnungen, für die Alling das Belegungsrecht behalten würde, sollen vorrangig jungen Biburgern und Bediensteten der Gemeinde offen stehen. Der Planentwurf, den Bauamtsleiter Matthias Kral und Sebastian Neudecker (Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München) jetzt in der Ratssitzung vorstellten, sieht eine Erschließung über einen Feldweg vor, der hinter dem kleinen Wertstoffhof am Ortsrand von der Brucker Straße rechts abführt. Im Baugebiet soll eine 6,50 Meter breite Straße mit S-Schleife und Wendehammer möglichst wenig wertvolle Fläche wegnehmen. Nach Osten hin sollen die Einfamilienhäuser errichtet werden und ein Grünstreifen für ausreichend Abstand zu den Feldern sorgen. Der Wunsch einiger Ratsmitglieder, im Osten eine Anbindung an die Professor-Berberich-Straße vorzusehen, lässt sich laut Bürgermeister Frederik Röder(CSU) nicht verwirklichen, weil der Grund nicht zur Verfügung gestellt wird. Vizebürgermeister Hans Schröder (parteifrei) regte dazu an, eine Lücke, einen "Durchstich", zu lassen, die eine Anbindung ermöglicht, für den Fall, dass später weitere Flächen bebaut werden sollen. Da die Bebauung möglichst dicht sein soll, um laut Neudecker das Baugelände optimal zu nutzen, fürchtet Hubert Winkler "erhebliche Stellplatzprobleme".

"Trotz Garagen und Stellplätzen auf den Grundstücken und Möglichkeiten, Autos am Straßenrand abzustellen, würden es Besucher schwer haben, einen Parkplatz zu finden, kritisierte der SPD-Gemeinderat. Positiv bewertete Winkler, dass bis auf zwei Häuser alle so ausgerichtet sein sollen, dass auf den Dächern Fotovoltaikanlagen genutzt werden können. Schröder verlangt, hinsichtlich "E-Mobilität" in die Zukunft zu denken und beim Stromversorger darauf zu drängen, dass Leitungen verlegt werden, die auch Privatleuten die Möglichkeit geben, Ladestationen zu errichten. Strittig war Schröders Anregung, Dachgauben zuzulassen und ob man Hausbesitzern vorschreiben sollte, wie viele Wohneinheiten in ihren Häusern erlaubt sind.

Man einigte sich darauf, mehr "Individualität" (Thomas Muderlack) und mehr "Gestaltungsspielraum" (Max Brunner), beide CSU, zuzulassen. "Mehr Freiheit walten lassen statt dem Baugebiet eine Uniform überzustülpen" forderte auch Winkler. Man müsse mit der Zeit gehen und sollte auch Einliegerwohnungen zulassen, damit Senioren zuhause bei ihren Kindern bleiben oder sich eine Pflegekraft ins Haus holen könnten, ergänzte Simone Stenzer (FW). Auf die Frage von FW-Sprecher Hans Friedl versicherte Bürgermeister Röder, dass es aufgrund des Zuzugs kaum Kapazitätsprobleme in Schule und Kinderbetreuungseinrichtungen geben werde. Einen Spielplatz, den Ingrid Schilling (BsA) vermisste, hält Bauamtsleiter Kral angesichts des vorhandenen Angebotes im Ort nicht für erforderlich. Im Zuge der Erschließung soll auch die Ortseinfahrt sicherer und gefälliger gemacht werden. Laut Kral könnte eine Querungshilfe in der Brucker Straße vor der Abzweigung ins Neubaugebiet für Verkehrsberuhigung sorgen. Die Planung soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

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