Freizeit:Sieben Tipps fürs Planschen

Natürlich kann man mit Badezeug und Handtuch zum See oder ins Freibad gehen - aber zum richtigen Spaß gehört mehr.

Von SZ-Autoren

8 Bilder

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Quelle: STA

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Dem einen genügt ein Handtuch, in das die Badehose eingewickelt ist. Andere kommen mit riesigen Sonnenschirmen, Liegen und Luftmatratzen, auf denen ganze Familien Platz haben. Manche wappnen sich gegen Hunger und Durst auch mit Tupperschüsseln voller Salat und Kühlboxen für die Getränke. Aber jeder hat ein ganz besonderes Utensil, auf das er beim Baden auch in dieser Saison nicht verzichten möchte.

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Quelle: Catherina Hess

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Das Buch

Es gibt einen Typ von Freibadbesucher, der im Freundes- und Bekanntenkreis besonders beliebt ist: der Wassermuffel. Während sich der Großteil der Clique im Pool vergnügt, sitzt der nämlich brav auf der Decke im Schatten und bewacht ganz nebenbei all die Smartphones, Tablets und Autoschlüssel. Der Wassermuffel darf daher keinesfalls Beschäftigungsmaterial vergessen, sonst kann sich so ein Nachmittag ins unermesslich Langweilige ziehen. Bewährt hat sich etwas ganz Schlichtes: ein Buch. Der Inhalt kann frei nach Tagesform ausgewählt werden. Wichtig ist vor allem, dass das Buch dick ist. Nur dann geht der Lesestoff sicher nicht aus, egal wie viel Schwimmeslust die Begleiter an den Tag legen.

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Quelle: Robert Haas

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Das Frisbee

Egal ob Freibad, Badesee oder Isarufer: das Frisbee muss mit! Wenn es auf der Decke zu langweilig wird, kann man damit ruckzuck wieder in Bewegung kommen - zu zweit oder mit der ganzen Clique. Das Frisbee kriegt, anders als den Fuß-, Volley- oder Federball, nämlich jeder mit geringem Blamagepotenzial in die Luft. Und wenn's beim Fangen doch mal nicht klappt, kann das eine gute Gelegenheit sein, mit den Besitzern der benachbarten Decken ins Gespräch zu kommen. Wenn das Frisbee nicht gerade auf dem glühenden Grill oder in der Eiswaffel des Nachwuchses landet, reagieren die meisten Badegäste erfahrungsgemäß ziemlich versöhnlich auf einen Fehlpass.

Bleibt nur noch die Frage: Scheibe oder Ring? Wer beeindrucken möchte, sollte den Frisbee-Ring dabei haben. Der ist leicht zu fangen, fliegt sehr präzise, irre weit und ist mit seinen gummierten Rändern viel erträglicher, wenn der Wurf doch mal ins Auge geht. Die klassische Frisbeescheibe dagegen eiert gerade bei Anfängern ziemlich und verursacht mitunter so manchen blauen Fleck, lässt sich aber - auch das ist zu bedenken - zur Not ideal zur Unterlage für Salat oder Kuchen umfunktionieren.

Sommerwetter an der Ostsee

Quelle: Stefan Sauer / dpa

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Das Kinderzelt

Zugegeben, wenn Kinder mal älter als zwei Jahre sind, ist es eine absurde Vorstellung, sie im Freibad zu einem langen Mittagsschlaf überreden zu wollen. Im Babyalter geht das aber ausgezeichnet - zumal, wenn die Papas und Mamas auch am Vormittag unter der Woche Zeit haben. Dann sind die Bäder noch angenehm leer und einem perfekten Eltern-Ruhetag steht nichts mehr im Weg. Der Kurzurlaub beginnt mit einem Picknick auf dem Rasen (das obligatorische Putzen danach übernehmen die Ameisen), dann geht es zum Planschen ins Kinderbecken. Noch einmal abrubbeln, dann kann der Nachwuchs, satt und müde gespielt, ins Kinderzelt umziehen, das bei mäßigem Schatten gute Dienste leistet und unerwünschten Besuch (Ameisen . . .) fernhält.

Und dann: Ruhe genießen! Wer Freunde zum Aufpassen mitgebracht hat, kann jetzt selber ein paar Bahnen ziehen. Wenn nicht - auch egal. Ein bis zwei Stunden ungestört lesen fühlt sich für die meisten Kleinkind-Eltern an wie eine Woche Urlaub. Oder noch besser: Einfach mitschlafen.

Im Bild wird deutlich: Der Luxus des Zeltes lässt sich auch am Strand genießen.

Boot auf dem Starnberger See

Quelle: picture alliance / dpa

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Das Boot

Wassersport gibt's natürlich auch für Wasserscheue - im Kajak oder Canadier! Das ist spritzig, bewegt mehr Körperteile, als manche denken, und obendrein kommt man rum. Zum Beispiel auf dem Starnberger See, der bei vernünftigem Wetter auch Einsteigern hübsche und sichere Touren ermöglicht. Immer vorausgesetzt, die Warnstationen senden keine 40 (Vorwarnung) oder 90 Lichtblitze pro Minute (Sturmwarnung).

Das Problem am Starnberger See ist immer der Uferzugang. Dazu zwei Tourenvorschläge. Tour eins: Von Ammerland (gute Einsetzstelle: Einmündung Kapellenweg/Südliche Seestraße) bis Ambach, vorbei an vielen hübschen Villen und Stegen, die man nur vom See aus sieht - und das vom Kajak aus viel besser als die Touristen in den Staatsdampfern. In Ambach beim "Fischmeister" einkehren, dann retour, das sind gute acht Kilometer. Ähnlich lang ist Tour zwei: In Tutzing beim gleichnamigen Museumsschiff starten (nahe Deutscher Touring Yacht-Club und Südbad, wo es Parkplätze gibt) und Richtung Bernried bis zum Buchheim-Museum und wieder retour paddeln. Kaffee und Kuchen schmecken hinterher als Belohnung auf dem Oberdeck der "Tutzing". Zu beachten: Schwimmweste und Sonnencreme sind nie verkehrt, Schilfbereiche tabu.

Abkühlung im Freibad

Quelle: dpa

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Der Ball

Seien wir ehrlich: Im Wasser ist es nass und kalt - wer will das schon. Hat es mal schönes Wetter, will man die Sonne auch an Land genießen und sich nicht in der dunklen Tiefe eines Sees verlieren. Es braucht aber Beschäftigung auf der Liegewiese, ein Ball ist somit unverzichtbar für einen gelungenen Tag am Wasser. Volleyball, Fußball, kleiner Ball, großer Ball, Bocciakugel oder Federball: Während all die Narren mit blauen Lippen aus dem Wasser steigen, ist an Land der Spielspaß sicher.

Der Untergrund ist beliebig austauschbar: Ein Ball ist auf Gras, Sand, Kiesel und sogar auf Felsgestein zu gebrauchen. Und wenn die Freunde dann doch mal nerven, weil es angeblich eine Abkühlung braucht und das Eis vom Kiosk dafür nicht mehr reicht, dann geht man halt mit ins Wasser, für ein paar Minuten - und nimmt seinen Ball mit. Werfen, fausten, fangen, so ist sogar ein Bad im See zu ertragen.

Kriegsspielzeug

Quelle: Carmen Wolf

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Die Wasserpistole

Es gibt sie in allen Ausführungen, vom Spritzeentchen bis zum Vier-Düsen-Super-Soaker. Entscheidend ist allerdings nicht so sehr die Form, sondern dass die Wasserpistole einen ordentlichen Strahl hervorbringt. Dann kann sie für alle Beteiligten den Ausflug an den Badesee bereichern. Um jegliche Missverständnisse mit engagierten Pazifisten am Ufer zu vermeiden, sollte man vorab den Kindern allerdings eine klare Wortwahl eintrichtern: Auch mit der Kingsize-Hydro-Pumpgun oder der Poolkanone schießen wir natürlich nicht, sondern wir spritzen!

Dann herrscht erst einmal eine ganze Weile herrliche Ruhe am See, das Befüllen, Spritzen, Befüllen, Spritzen bedarf schließlich voller Aufmerksamkeit. Nach einiger Zeit kann man auch die Herausforderungen erhöhen, indem man Ziele setzt, die beschossen, Pardon, bespritzt werden sollen: der Felsen im Wasser, der Pfosten des Stegs, das Wasserhühnchen. So kann man sich gelassen der Siesta widmen, sollte allerdings jederzeit aufbruchbereit sein - wenn zum Beispiel ein nass gespritzter Spaziergänger zeternd vor einem steht.

Am Flaucher

Quelle: Florian Peljak

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Feste Badeschuhe

Das Baden am Flaucher hat dem Freibad gegenüber viele Vorteile. Dazu gehört unter anderem, dass sich bunte Sonnenschirme schlecht in den Steinboden rammen lassen, zum anderen, dass das brandende Geräusch des Wasserfalls alles Kreischen und Brüllen verlässlich verschluckt. Auch ist das auf diese Weise unablässig durchgespülte Wasser von einmaliger Frische, der Weg unter die runterprasselnden Strahlen eine kleine Aufregung und man ist Attraktion für viele über den Flauchersteg spazierende Touristen.

Um vor diesen eine gute Figur zu machen, ist es jedoch unverzichtbar, steinsichere Badeschuhe dabei zu haben, mit denen man zum einen locker mit Sack und Pack durchs fließende Wasser auf die Insel gelangt und auch sonst den Kampf gegen die mitunter starke Strömung einigermaßen würdevoll besteht. Spätestens um 16.30 Uhr übrigens wird's langsam ungemütlich, dann kommen die ersten Griller.

© SZ/mest, ack, lod, soy, ffu, inra, cw/axi
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