Vertrag unterzeichnet:Wartung und Pflege

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Stadtwerke Freising betreuen Zollinger Trinkwassersystem

Die Freisinger Stadtwerke haben zu Beginn des neuen Jahres die technische Betriebsführung für das Zollinger Trinkwassersystem übernommen. Es besteht aus einem Tiefbrunnen, einem Hochbehälter mit einer Aufbereitungsanlage und drei Wasserkammern mit insgesamt 1100 Kubikmeter Fassungsvermögen, dem Flitzinger Pumpwerk, einer Übergabestation in Thann und etwa 45 Kilometer Leitungsnetz. Der Vertrag zur Übernahme war bereits Anfang Dezember im Zollinger Rathaus unterzeichnet worden.

Wartung und Pflege des Zollinger Trinkwassersystems sind sehr aufwendig. Die Liste der Aufgaben ist lang: Wartung und Kontrolle sämtlicher Anlagen, Rückspülen der Rohrleitungen, Reinigen der Filter, Wasserproben entnehmen, Hydrantenpflege und Zählerwechsel sind Alltagsgeschäft, hinzu kommen im Zuge des 24-Stunden-Bereitschaftsdienstes Ausnahmesituationen wie Rohrbrüche und elektrische Betriebsstörungen.

Fast 20 Jahre lang hatte diese Aufgaben die Firma Nikolaus Unger aus Flitzing übernommen, ein mittelständischer Betrieb, für den das zuletzt zunehmend zum Kraftakt geworden war, vor allem in personeller Hinsicht, wie es bei der Vertragsunterzeichnung hieß. "365 Tage im Jahr 24 Stunden Bereitschaftsdienst war personell einfach nicht mehr stemmbar", wird Firmeninhaber Nikolaus Unger zitiert. Er sei froh, dass man eine neue Lösung gefunden habe.

Die Freisinger Stadtwerke mit der Aufgabe zu betrauen, nannte Zollings Bürgermeister Helmut Priller optimal: "Ich weiß aus 30 Jahren als Handwerksmeister, was für ein zuverlässiger Partner die Freisinger Stadtwerke sind." Damit habe man sich umfassendes Know-how eingekauft. Umgekehrt zeigte man sich auch bei den Stadtwerken laut den beiden Geschäftsführern Andreas Voigt und Dominik Schwegler glücklich über die Kooperation. "Die Zollinger Anlage ist in einem sehr guten Zustand, wir freuen uns darauf, sie zu übernehmen", lobte Voigt. Verunreinigungen durch Bakterien, wie sie im Sommer in Zolling zu beklagen waren, ereilten viele Anlagen, das habe nichts mit Zustand und Pflege zu tun, betonte er. Mit Blick auf das Leitungsnetz gibt es laut Priller in den nächsten Jahren dennoch einiges zu tun. "Die Sanierungsquote ist hoch", räumte der Bürgermeister ein, an einigen Stellen müssten Rohre zudem von privatem auf öffentlichen Grund verlegt werden, etwa in Oberzolling.

Geplant ist nun noch, gemeinsam mit den Stadtwerken einen zweiten Notverbund mit der Stadt Freising zu schaffen. Einen hat man bereits mit dem Wasserzweckverband Baumgartner Gruppe. In Thann an der Übergabestelle kann Zolling im Notfall mit Wasser aus der Baumgartner Gruppe versorgt werden. Nun soll in den kommenden fünf Jahren eine solche Station auch in Erlau entstehen. Damit wäre Zolling im Notfall zusätzlich an die Versorgung der Stadt Freising gekoppelt. "Die Aufgaben werden nicht weniger", so Prillers Resümee.

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