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Update aus Neufahrn:Solarpark nimmt die letzte Hürde

(Foto: Harry Wolfsbauer)

Dank neuer Abstandsregeln wird die Freiflächen-Anlage noch größer

Das Projekt gilt als wichtiger Schritt in Richtung Energiewende, aber auf dem Weg dorthin sind viele Etappen zu bewältigen. Es geht um den Solarpark, der bei Neufahrn entstehen soll, und für den der Bebauungsplan "Sondergebiet für eine Freiflächenphotovoltaikanlage" noch einmal geändert werden musste. Das Ergebnis wurde jetzt nach der vorgeschriebenen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung und der Behandlung aller Stellungnahmen als Satzung beschlossen. "Jetzt sollten alle Hürden genommen sein", hofft Umweltreferent Frank Bandle (Grüne)

Die Module sollen auf einem Grundstück aufgestellt werden, das durch die Bahnlinie München-Regensburg, die "Neufahrner Kurve" zum Flughafen und die Autobahn A 92 eingegrenzt wird. Dort soll einmal so viel Strom erzeugt werden, dass damit der Bedarf von mehr als 1000 Einfamilienhäusern abgedeckt werden kann. Nun können sogar noch mehr Module als geplant platziert werden. Denn auch die 5000 Quadratmeter in der Mitte des Zehn-Hektar-Areals, die man nach bisherigen Vorgaben als Grünfläche hätte erhalten müssen, können jetzt einbezogen werden. Möglich machen das neue Regelungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz bezüglich der Abstände zu Autobahnen und Bahnlinien - und nun eben auch der entsprechend überarbeitete Bebauungsplan. Errichten wird die Anlage die Firma "OneSolar" aus Eching im Landkreis Landshut, beim Betrieb wird sie mit der Bürger-Energie-Genossenschaft "Freisinger Land" zusammenarbeiten.

Umweltreferent Bandle spricht von einem "wichtigen Schritt" beim Ausbau der erneuerbaren Energien und einem "weiteren Baustein zur Energiewende". Diese müsse von den Kommunen ausgehen, betonte er auch in dem Bericht über das Umweltreferat, den er im Gemeinderat vorstellte. Als mögliche lokale Maßnahmen gegen die Erderwärmung und den CO2-Ausstoß nannte Bandle auch den Ausbau des Fernwärmenetzes bei Neubaugebieten, Anreize für energetische Sanierungen, Konzepte für den Ausstieg aus Ölheizungen und die Schaffung einer E-Lade-Infrastruktur.

© SZ vom 27.04.2021 / bg
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