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Unhaltbare Vorwürfe:Landesamt setzt sich zur Wehr

Messungen im Malachitskandal wurden nicht verharmlost

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat auf Nachfrage der SZ auf die zuletzt anonym erhobenen Vorwürfe zu den Messungen nach dem Malachitskandal reagiert. Das Freisinger Tagblatt hatte berichtet, Kritiker sprächen von einer verharmlosenden Darstellung sowie einer nicht fundierten Dokumentation der Messergebnisse auf der Homepage des LGL. Die Einschätzung des Landesamts war die Basis dafür, dass das Freisinger Landratsamt Fischer und Bevölkerung nicht vor dem Verzehr warnte.

Auf die Kritik hin, es seien vor allem Nicht-Besatzfische aus der verursachenden Fischzucht beprobt worden, schreibt das LGL: "Ziel des Monitorings in der Isar war nicht die gezielte Beprobung von Besatzfischen, sondern eine Feststellung möglicher Eintragswege von Malachitgrün in die Isar sowie der Gesamtbelastung des Gewässersystems."

Dass auf der LGL-Homepage keine Fischgrößen angegeben waren, wie bei toxikologischen Untersuchungen üblich, begründet man mit mehr Anschaulichkeit für die breite Öffentlichkeit. Man habe sich "gegen eine detaillierte Auflistung der Einzelgewichte entschieden". Auf Anfrage stelle man gerne Details zur Verfügung. Der Vorwurf der verharmlosenden Darstellung sei nicht haltbar. Man bleibt dabei: Auch für den höchsten ermittelten Gehalt von Malachit- und Leukomalachitgrün "ergab die toxikologische Bewertung, dass keine Gesundheitsgefahr für Verbraucher bestand".