Philomena Böhme aus Freising:Im Spagat

Junge Stadträtin will Studium und Ehrenamt gerecht werden

Seit Philomena Böhme 2015 zum ersten Mal den Jugendstadtrat besuchte, hat sie die Idee, Freising mitzugestalten und andere mit ihrer Demokratiebegeisterung anzustecken, nicht los gelassen. Dabei herrschte in ihrer Schulzeit, erst an der Haupt- und später an der Wirtschaftsschule, ein Umfeld, das sich wenig interessiert an Politik zeigte. "Was soll ich denn da bloß mitreden?", dachte sie vor dem ersten Treffen im Jugendstadtrat - und nun, sechs Jahre später, vertritt sie die Freisinger Mitte im Stadtrat.

Das kommunale Ehrenamt ihrer beruflichen Laufbahn als Erzieherin unterordnen, davon hält die 21-Jährige nichts. Ihre Arbeitszeit im Kindergarten hat sie auf 25 Stunden in der Woche reduziert, um noch mehr Zeit in den Stadtrat stecken zu können - und in ihr berufsbegleitendes Studium. Für den Bachelorstudiengang Kindheitspädagogik an der katholischen Stiftungshochschule München opfert die Stadträtin drei ihrer vier Samstage im Monat. "Schauen wir mal, wie der Spagat klappt", ist Böhmes Devise. Kinder so früh wie möglich mit Politik und Demokratie in Berührung zu bringen, ist ihr ein Anliegen geworden.

Noch empfinde sie die Arbeit für den Stadtrat als sehr aufwendig: "Ich kann noch nicht gut unterscheiden, welche Unterlagen ich von vorne bis hinten lesen und welche ich nur überfliegen muss." Vorsichtshalber lese sie deswegen alle Unterlagen, Bauanträge auch mal häufiger. Schließlich will sie ihrem persönlichen Anspruch gerecht werden, die Verantwortung so gut es geht auszufüllen.

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