Orientierung an Urban Gardening:Die Welt besser machen

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Die vier Initiatorinnen: (v.l.) Claudia Cermak, Christine Dreikorn, Verena Juranowitsch, Laura Oberjatzas.

(Foto: privat)

An diesem Wochenende gründet sich der Verein "Essbares Langenbach". Die Initiatorinnen wollen die Bürger beim Pflanzen und Ernten zusammenbringen

Von Ann-Kathrin Kapteinat, Langenbach

Eine essbare Stadt. Diese Idee hat es Christine Dreikorn, Verena Juranowitsch Floristin Claudia Cermak, und Sozialpädagogin Laura Oberjatzas angetan und ist schnell Realität geworden. Am Samstag, 21. April, findet um 16 Uhr die Gründungsversammlung des Vereins "Essbares Langenbach" in Jacks Bar in Langenbach statt.

"Wir haben uns am Modell des "urban gardening" aus England orientiert. Es ist ein konkretes Projekt, leicht umzusetzen und man erzielt schnelle Erfolge", erzählt Verena Juranowitsch. Ziel der vier Frauen sei es, die Welt ein bisschen besser zu machen, Menschen zusammen zu bringen, gemeinsam Beete anzulegen, zu pflanzen, zu ernten und mit den Erträgen zu kochen. Besonders wichtig sei den vier Initiatorinnen auch die soziale Komponente im Verein, erzählt Oberjatzas. "Generell zielt unser Projekt darauf ab, die Gemeinschaft zu fördern und die Bürg zusammenzubringen und da schlägt mein Sozialarbeiterinnen-Herz natürlich gleich höher."

Ein weiteres Vorhaben des Vereins sei es, das ökologische Denken der Menschen zu fördern, erzählt Cermak. "Unsere Welt ist nur geliehen, deshalb müssen wir auch mehr an die nachfolgenden Generationen denken, anfangen nachhaltiger zu werden und dieses Denken auch unseren Kindern vermitteln", findet die Floristin. Ihr grüner Daumen kommt dem Verein sehr zugute. "Ich kann den Leuten zeigen, welche Pflanzen gut zusammen passen, was in unserer Region gut wächst, welche Standorte optimal sind, wann und wie gedüngt wird." Natürlich stehe sie den Mitgliedern auch bei Fragen und Problemen helfend zur Seite.

Auch Sozialpädagogin Oberjatzas kann ihre Erfahrungen und Kenntnisse in die Vereinsaktivitäten einfließen lassen, denn auch der Nachwuchs soll Spaß am essbaren Langenbach haben. "Unser Ferienprogramm für die Kinder soll schon einen gewissen pädagogischen Wert haben und ihnen auch etwas vermitteln. Darauf achten wir auch bei der Gestaltung der Programmtage", so die 29-Jährige.

Eine erste Aktion wurde im April bereits in die Tat umgesetzt. Gemeinsam mit den Kindern gestalteten die vier Langenbacherinnen die Tröge vor dem Kindergarten Mooshäusl neu und interessant. Immergrün und Forsythien wurden durch Zwiebeln, Schnittlauch und Lavendel ersetzt. Der Mai wurde zum Monat der Bienen erklärt. Damit die Bürger zuhause einen eigenen kleinen Blumengarten für die fleißigen Insekten anlegen können, soll bei der Gründungsversammlung des Vereins Saatgut verteilt werden.

Über weitere Projekte haben die Initiatorinnen auch schon nachgedacht. "Ich selbst würde mich sehr freuen, wenn wir zum Beispiel mit der Flüchtlingsunterkunft gemeinsam anpflanzen und ernten könnten und aus dem, was bei uns wächst und dem, was andere Kulturen einbringen am Ende zusammen etwas kochen würden", so Laura Oberjatzas.

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