Moosburg und das Stalag:"Sein & Schein" in der Geschichte

Im Landkreis Freising beteiligt sich nur die Dreirosenstadt am "Tag des offenen Denkmals"

Freising/Moosburg - Tag des offenen Denkmals ist an diesem Sonntag, 12. September. Die Zahl der teilnehmenden Kommunen ist allerdings überschaubar. Nur die Stadt Moosburg ist auf der Homepage der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz vertreten. Im Mittelpunkt steht dabei das Ensemble der Wachmannschaftsbaracken an der Schlesierstraße 1 - 5. Das Motto des Tags des offenen Denkmals lautet in diesem Jahr "Sein & Schein - in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege."

Das Stalag VII A Moosburg sei eines der großen und bedeutenden Kriegsgefangenenlager des Zweiten Weltkriegs, steht zur Erläuterung auf der Homepage. Erhalten sind die Reste einer Kriegsgefangenenbaracke sowie drei Baracken der einstigen Kaserne. Diese stehen derzeit in der Diskussion. Einerseits soll ein Dokuzentrum oder Museum entstehen, andererseits will die Stadt eine Baracke abreißen lassen, um die frei werdende Fläche für schulische Zwecke zu nutzen.

Von 14 bis 17 Uhr führt Christine Fößmeier je nach Bedarf durch das Kriegsgefangenenlager Stalag VII A, das über die Landkreisgrenzen hinaus kaum bekannt ist. Erstaunlich viel Echtes aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs sei dort noch erhalten, heißt es in der Ankündigung. Geschichte sei dort tatsächlich "be-greifbar". "Authentisches & Historisches: Erleben mit allen Sinnen" lautet das Motto einer Veranstaltung um 14.30 Uhr. Im Mittelpunkt steht dabei so genannte "Entartete Musik". Der Ort aus dem Zweiten Weltkrieg wird mit einem Kurzkonzert der Liedertafel Moosburg, Gedichten und Erklärungen ins Hier und Jetzt gebracht. "Hier werden Ohr, Auge und überhaupt alle Sinne des Besuchers für Geschichte und das erhaltene Originale aus der Zeit des Dritten Reichs geschärft", heißt es in der Ankündigung.

Wer sich für diese Veranstaltung interessiert, kann sich über die Homepage anmelden. Dort gibt es auch eine Möglichkeit, den historischen Ort virtuell zu erfahren. Die noch erhaltenen Wachmannschaftsbaracken, Teile der einstigen Kaserne des Kriegsgefangenenlagers Stalag VII A Moosburg, seien nicht zugänglich, heißt es auf der Homepage. Eine Fotostrecke und ein 3D-Scan zumindest einer der Baracken gewährten aber einen Rundum- und neue Einblicke. Dabei werde deutlich, wie überraschend viel Originalsubstanz nach 80 Jahren noch erhalten geblieben ist.

© SZ vom 11.09.2021
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