Monika Haslberger zapft an:Musik, Masskrugschieben und Fasslrollen

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Voller Vorfreude (v.l:): Wirtesprecherin Michaela Kitta, Josef Plank und Karin Gürtner (Staatsbrauerei Weihenstephan), OB Tobias Eschenbacher, Roland Debudey (Hofbrauhaus Freising) und Martin Weindl (Lebenshilfe Freising).

(Foto: Stadt Freising)

Die Stadt Freising feiert am 26. April wieder den "Tag des Bieres". Ausgeschenkt wird ein Craftbier mit einer besonderen, fruchtigen Note. Der Erlös kommt der Lebenshilfe zugute

Von Petra Schnirch, Freising

Vor einem Jahr ist der "Tag des Bieres" buchstäblich ins Wasser gefallen, doch Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher zeigt sich zuversichtlich, dass der Wettergott diesmal ein Einsehen haben wird. Am Donnerstag, 26. April, wollen die Freisinger auf dem Marienplatz wieder feiern - mit Musik, Masskrugschieben und dem traditionellen Fasslrollen. Natürlich wird auch ein eigens für diesen Anlass gebrautes Bier ausgeschenkt. Das erste Fass zapft allerdings nicht der OB an, sondern Monika Haslberger, die Vorsitzende der Lebenshilfe. Denn der Erlös des Festes kommt in diesem Jahr der Freisinger Organisation für ihre Behindertenarbeit zugute.

Monika Haslberger bekommt dafür noch eigens ein "Coaching", wie Martin Weindl, Sprecher der Lebenshilfe, bei einem Pressegespräch im Rathaus sagte, denn angezapft hat sie noch nie. Und sie half auch mit, als der erste Sud für den Tag des Bieres vor wenigen Tagen in der Versuchsbrauerei der TU München entstanden ist. Es handelt sich laut Weindl um ein Märzen, ein Craftbier mit einer besonderen, fruchtigen Note. Eine der beiden Hopfensorten aus der Hallertau mit dem Namen Ariana ist eine ganz neue Züchtung.

Los geht der "Tag des Bieres" um 15.45 Uhr mit dem Einzug von "Herold" Alexander Nagler hoch zu Ross. Auf seinem Weg durch die Untere Hauptstraße zum Marienplatz begleiten ihn die Hallertauer Hopfenkönigin Theresa Zieglmeier und die vormalige Bierkönigin Sabine Schalk zu den Klängen der Stadtkapelle Freising. Mit dabei sind auch der "Freisinger Bär" sowie die stattlichen Kaltblüter Jola (24) und Janni (17) von Uschi und Thomas Stör aus Altenhausen - die beiden Pferde haben inzwischen eine große Fangemeinde. Vor dem Anzapfen verliest der Herold noch das Reinheitsgebot, denn die Veranstaltung der Stadt und der beiden großen Freisinger Brauereien erinnert jedes Jahr an die älteste bis heute gültige lebenmittelrechtliche Bestimmung der Welt.

Ausgeschenkt wird, je nach Witterung, bis maximal 21 Uhr, das Glas Bier kostet 2,50 Uhr. Die Hälfte davon geht an die Lebenshilfe, die 2018 ihr 50-jähriges Bestehen feiert und das ganze Jahr über ein Jubiläumsbier zum Verkauf anbietet. Nach 18 Uhr spielen Berni & Konsorten, die Arbeitsgemeinschaft Freisinger Wirte kümmert sich um das leibliche Wohl der Besucher. Gegen 18 Uhr steigt das Fasslrollen, Anmeldungen der Teams (mit mindestens zwei Personen) sind bei Erich Stenzel (Telefon 0 81 61/54-4 11 01, E-Mail erich.stenzel@freising.de) möglich.

Bereits um 15 Uhr beginnt bei jeder Witterung eine 90-minütige Sonderführung "Auf den Spuren alter Freisinger Braustätten". Treffpunkt und Ticketverkauf (sieben Euro, ermäßigt vier) an der Touristinformation, Rindermarkt 20. Neben der Staatsbrauerei und dem Hofbrauhaus, die bis heute produzieren, gab es im frühen 19. Jahrhundert 18 private Brauereien in der Stadt. Daran erinnern Gassen- und Häusernamen wie Hummel-, Stiegl-, Lauben-, Hackl- oder Furtnerbräu. Der Rundgang führt zu alten Braustätten, die im Stadtbild deutlich erkennbar sind, nicht jedoch zu Hofbrauhaus und Staatsbrauerei.

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