bedeckt München 16°

Das Freisinger Volksfest kann kommen:Alles großartig

Am Donnerstagnachmittag durften die Freisinger auf dem Marienplatz vorab testen, was vom 6. bis 15. September beim Volksfest ausgeschenkt wird.

(Foto: Marco Einfeldt)

Das Bier schmeckt, die Maß wird in diesem Jahr 8,40 Euro kosten

Alles wie immer - und alles großartig. So könnte man die 13. Festbierprobe für das Freisinger Volksfest zusammenfassen. Am Donnerstagnachmittag durften die Freisinger auf dem Marienplatz vorab testen, was vom 6. bis 15. September ausgeschenkt wird. Das gehöre zum Volksfest dazu, sagte Bürgermeisterin Eva Bönig: Man feiere das Volksfest gemeinsam, man probiere das Bier gemeinsam. "Das Brauen ist eine Kunst, das Brauen ist eine Wissenschaft", fügte sie an, und: 2019 sei ein Jubiläumsjahr, für viele Vereine, aber auch für das Volksfest selbst: Zum 90. Mal werde es gefeiert.

Ein Raunen ging durch die Menge, als Braumeister Arno Jacobi vom Hofbrauhaus den Alkoholgehalt seines Bieres beschrieb: 6,1 Prozent. Eigentlich wie immer, erklärte Jacobi später. Beim Weihenstephaner sind es 5,8 Prozent. Auch ein paar allgemeine Infos gab es: Das Weihenstephaner Bier hat heuer eine Stammwürze von 13,3 Prozent und 26 Bittereinheiten, beim Hofbrauhaus sind es 13,6 Prozent und 22 Bittereinheiten.

Und dann floss das Bier endlich, mit vier Schlägen zapfte Bürgermeister Hans Hölzl das Fass an. Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher ließ sich entschuldigen, er ist im Urlaub. 2,50 Euro hat die halbe Maß bei der Bierprobe gekostet. Ein Euro davon ging an den Verein "Krebshilfe Freising Maria & Christoph".

Beim Volksfest selbst kostet die Maß 8,40 Euro. Ausgeschenkt werden die beiden Biersorten nacheinander: Fünf Tage gibt es das eine, fünf Tage das andere Bier. Den Anfang macht heuer Weihenstephan. "Wir versuchen, das Bier jedes Jahr ein bisschen besser zu machen", sagte Braumeister Tobias Zollo und verriet: Einen "Ticken mehr Hopfen" habe das Bier im Vergleich zum vergangenen Jahr. Beim Hofbrauhaus gebe es normale Schwankungen, so Jacobi. Das Volksfestbier braue man seit Mitte Juli, fertig werde es Anfang September.

Den Test scheinen beide Biersorten bestanden zu haben. "Schmeckt gut", befand eine Besucherin - beides. Einen Unterschied zum vergangenen Jahr konnte sie nicht feststellen. Auch ein anderer Besucher nicht. Er komme jedes Jahr zur Bierprobe, sagte er: "Weil das Bier billig ist." Etwa der halbe Marienplatz war voller Menschen, später wurden es mehr, und auch mehr jüngere Gesichter. Begleitet hat das Ganze die Blaskapelle "Premium Bavaricum".