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Beschluss des Marzlinger Gemeinderats:Marzling kommt Eltern entgegen

Sollte der Staat nicht einspringen, übernimmt die Gemeinde die Kita-Gebühren

Der Beschluss der Gemeinderäte ist einstimmig gefallen: Die Gemeinde Marzling wird die Kita-Gebühren für Januar von denjenigen Eltern, die die Notbetreuung nicht in Anspruch nehmen, nicht erheben. "Gegebenenfalls auch noch für weitere Monate", sagt Zweite Bürgermeisterin Roswitha Apold, die derzeit den erkrankten Bürgermeister Martin Ernst vertritt. Eltern, die ihre Kinder nur tageweise in die Betreuung geben, müssen nur anteilig bezahlen.

"Wir wollen damit den Eltern entgegenkommen", sagt Apold. Die Gemeinde appelliere zwar an die Eltern, wenn irgendwie möglich die Kinder zuhause zu betreuen. "Aber natürlich müssen letztendlich die Eltern die Entscheidung treffen", betont die Zweite Bürgermeisterin. In Marzling besucht derzeit etwa die Hälfte der insgesamt gut 110 Kinder die Notbetreuung der Kita.

Seit 11. Januar sind die Kitas wieder geschlossen. Wie schon im Frühjahr ist eine Notbetreuung eingerichtet worden. Im Gegensatz zu damals müssen Eltern dieses Mal aber nicht nachweisen, dass sie in einem systemrelevanten Beruf arbeiten, um ihre Kinder betreuen zu lassen. Ungeklärt ist derzeit allerdings noch, ob diejenigen Eltern, die die Notbetreuung nicht in Anspruch nehmen, die Gebühren weiterhin bezahlen müssen oder ob es wie im Frühjahr zu einer Kostenübernahme durch die Staatsregierung kommt. Damals war von April bis Juni eine Pauschale gezahlt worden, um die Eltern zu entlasten. Ob das nun wieder so praktiziert wird, ist noch nicht bekannt. Wenn also der Freistaat nicht einspringen sollte, wird die Gemeinde Marzling das entstehende Defizit tragen.

© SZ vom 26.01.2021 / regu
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