1400 Arbeitsplätze bedroht Protest am Mittag

Mitarbeiter setzen Zeichen gegen Verkauf der Lufthansa-Tochter LSG

Der von der Lufthansa angekündigte Verkauf der Cateringtochter Lufthansa Service Gesellschaft (LSG) stößt bei der Gewerkschaft Verdi auf Widerstand. "Allein am Flughafen München sind durch diese fragwürdige Unternehmensentscheidung rund 1400 Arbeitsplätze bedroht", so Verdi-Gewerkschaftssekretär Ulrich Feder. "Verdi fordert deshalb den Verbleib der Catering-Tochter in der Lufthansa-Familie sowie den Erhalt aller Arbeitsplätze und Sozialstandards."

Unter dem Motto "Wir kochen vor Wut - LSG Not4sale" werden in Frankfurt am Main am Mittwoch, 5. Juni, gewerkschaftliche Vertreter aus ganz Deutschland dem Lufthansa-Vorstand rund 4000 Unterschriften gegen den geplanten Verkauf überreichen. Auch Vertreter der LSG Flughafen München sind vor der Lufthansa Unternehmenszentrale in Frankfurt vor Ort dabei.

Am Donnerstag, 6. Juni, organisiert Verdi eine bundesweite Protest-Mittagspause. Vor der LSG am Flughafen München werden rund 400 Beschäftigte zur Protest-Mittagspause erwartet. "Wir lehnen den Verkauf der LSG entschieden ab", betont Ulrich Feder. "Die LSG beschert dem Lufthansa-Konzern Stabilität und Millionengewinne und stärkt die Premium-Marke Lufthansa. Dieses Unternehmen zu verkaufen und die Arbeitsplätze zu gefährden, ist wirtschaftlich fragwürdig und sozial verantwortungslos." Die mehr als 35 500 Beschäftigten des zweitgrößten Caterers der Welt produzieren etwa 700 Millionen Essen für 300 Fluggesellschaften.