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Fahndung:Erst 15 Hinweise auf Entführer

Mit diesem Fahndungsfoto suchte die Polizei nach dem Mann,d er am 10. Juni 2015 die Frau eines Bankiers entführt haben soll.

Der flüchtende Entführer auf dem Fahndungsbild.

(Foto: Polizei/oh)

Auf dem Fahndungsbild ist der Verdächtige gut zu erkennen, viele Hinweise bekommt die Polizei trotzdem nicht. Auf der Suche nach dem flüchtigen Entführer verfolgen die Ermittler aber noch eine andere Spur.

Die Polizei hätte sich mehr erhofft: Nur 15 Hinweise sind bis Freitagabend auf den Mann eingegangen, der am Mittwoch in Ottobrunn die Ehefrau eines Bankmanagers entführt hat. Der etwa 50-Jährige hatte die Frau in ihrer Wohnung überwältigt und ihren Sohn gefesselt. Dann zwang er sie mit vorgehaltener Waffe auf den Beifahrersitz ihres Wagens und fuhr bis zur Westendstraße, wo er das Auto auf einem Supermarkt-Parkplatz abstellte. Dort gelang es dem 46-jährigen Opfer, sich loszureißen und um Hilfe zu schreien. Die Überwachungskamera eines Nachbargrundstücks filmte den flüchtenden Entführer, als er Richtung Landsberger Straße davonging. Obwohl der Mann auf dem Bild gut erkennbar ist, meldeten sich nach Veröffentlichung des Fotos nur wenige Zeugen, um Hinweise zu geben. Ein konkreter Verdacht hat sich laut Polizei daraus noch nicht ergeben. Weiterhin verfolgt die Mordkommission auch die Spur zu einem Mann, den die Ottobrunnerin und ihr Sohn unabhängig voneinander aus einer Auswahl von Fotos als möglichen Täter benannt haben. Auch im Umfeld des Mannes wird nun unter anderem ermittelt. Außerdem dürfte er im Wagen des Opfers DNA-Spuren hinterlassen haben. Dazu und auch zur Auswertung möglicher Fingerabdrücke gibt die Polizei keine Auskunft.

© SZ vom 13.06.2015 / wim/infu

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