Wintereinbruch:20 Stunden im Einsatz

Wintereinbruch: Winterdienst am Samstag in Erding: Es ging nur mit Schneepflug voran.

Winterdienst am Samstag in Erding: Es ging nur mit Schneepflug voran.

(Foto: Renate Schmidt)

Die heftigen Schneefälle fordern auch die Integrierte Leitstelle heraus. Dort gehen von Freitag bis Sonntag über 2100 Anrufe ein. Am Dienstag stellen Schulen wegen der Witterung auf Distanzunterricht um.

Über das gesamte Wochenende waren wegen des starken und lang anhaltenden Schneefalls die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte der Rettungsdienste, Feuerwehren, der Leitstelle und des Winterdiensts extrem gefordert. Und es geht weiter: An diesem Dienstag, 5. Dezember, wird wegen der unsicheren Witterung an allen Schulen des Landkreises Erding der Unterrichtsbetrieb auf Distanzunterricht umgestellt. Die Busunternehmen können keinen sicheren Betrieb gewährleisten, teilt das Landratsamt Erding mit.

Laut Landratsamt nahm die Integrierte Leitstelle (ILS), die die Rettungsdienst- und Feuerwehreinsätze in den Landkreisen Erding, Freising und Ebersberg koordiniert, zwischen Freitag, 18 Uhr, und Sonntag, 6 Uhr, insgesamt 2110 Anrufe entgegen. Rund tausend Einsätze mussten organisiert werden. Einsatzschwerpunkte waren bei den Feuerwehren hauptsächlich umgestürzte Bäume und Verkehrsunfälle. Zusätzlich wurde auf einigen Gebäuden eine starke Schneelast gemeldet. Größtes Problem bei den Rettungsdiensten war laut Landratsamt das Ausrücken zum Notfallort und der Transport zum Krankenhaus, da teilweise die Straßen unpassierbar waren. "Hier unterstützten auch die Feuerwehren und Hilfsorganisationen." Auch die Straßenmeistereien in Erding und Taufkirchen sowie viele Landwirte waren viele Stunden im Einsatz, um Straßen von den Schneemassen freizuräumen. Der Bauhof des Landkreises war am Wochenende allein rund 20 Stunden damit beschäftigt, die Schulen in Trägerschaft des Landkreises und weitere Gebäude vom Schnee zu befreien. Dabei wurden rund vier Tonnen Salz verbraucht. "Mein großer Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, den Landwirten und allen Freiwilligen, die bei der Bewältigung der Einsätze am vergangenen Wochenende mitgewirkt haben", schreibt Landrat Martin Bayerstorfer.

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